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Polizeifahrzeuge schirmen den Tatort ab.
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Polizeifahrzeuge schirmen den Tatort ab.

Wellritzstraße

Femizid in Wiesbaden: 56-Jähriger erschießt seine Ex-Frau

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Ein Mann tötet in Wiesbaden seine von ihm getrennt lebende Frau, verletzt seine Schwägerin und erschießt sich dann selbst.

Wiesbaden - In der Nacht zum Montag sind in Wiesbaden zwei Menschen durch Pistolenschüsse getötet und ein dritter schwer verletzt worden. Wie Staatsanwaltschaft und Wiesbadener Kriminalpolizei gemeinsam mitteilen, hat ein Ehemann seine von ihm getrennt lebende Frau auf offener Straße im Wiesbadener Westend erschossen.

Frau von Ex-Mann in Wiesbaden erschossen

Die Schwester der Ehefrau flüchtete zunächst, kam jedoch an den Tatort in der Wellritzstraße zurück, um ihrer Schwester zu helfen. Der Mann schoss auch auf sie und verletzte sie schwer. Im Anschluss richtete der 56-Jährige sich selbst. Der Ablauf ist laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft so gut bekannt, weil ein Augenzeuge die Tat beobachtete. Ein erster Notruf hatte die Polizei den Angaben zufolge am frühen Morgen gegen 3.45 Uhr erreicht.

Obwohl die Rettungskräfte sofort versuchten, die auf dem Boden liegenden Menschen zu reanimieren, verstarben der Mann und seine 49 Jahre alte Frau noch auf der Straße. Seine Schwägerin hatte er mit einem Schuss an der Wange verletzt. Die 48-Jährige wird in einem Krankenhaus behandelt und war noch nicht vernehmungsfähig. Weitere Hintergründe sind zurzeit nicht bekannt. Eine Obduktion ist geplant.

Wiesbaden: Kriminalpolizei sichert Tatort nach Mord ab

Die Wiesbadener Kriminalpolizei sowie Spezialisten der Spurensicherung sicherten den Tatort ab, die Straße blieb bis zum Vormittag gesperrt. Vor einem Wohnhaus bauten die Ermittler ein blaues Zelt auf, Stellwände und ein Rettungswagen versperrten die Sicht auf den Eingang. Rund ein Dutzend Polizisten standen hinter rot-weißem Flatterband und baten die wenigen Passanten, die unterwegs waren, weiterzugehen. Auch eine Bushaltestelle eine Ecke weiter wurde von der Polizei gesperrt.

Dass die Medien in ihrer Meldung von einem „familiären Hintergrund“ sprachen, hat die hessischen Linken erbost. „Die Tat in der Wellritzstraße ist furchtbar. Den Angehörigen und Hinterbliebenen sprechen wir unser tiefempfundenes Mitgefühl aus“, schreibt Vorsitzender Adrian Gabriel, „es handelt sich um einen Femizid, also tödliche Gewalt gegen Frauen.“ Von Männern ausgehende Gewalt solle als solche auch klar benannt werden. (mit dpa)

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