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Kommentar zur Musikschule

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Warum müssen eigentlich immer die Schüler für die Gebührenerhöhungen zahlen? Die Kompetenzen, die Kinder im Musikunterricht lernen, sollten der Stadt mehr wert sein.

Von Gaby Buschlinger

Für Otto-Normal-Verdiener ist es entsetzlich: Alles, aber auch wirklich alles wird teurer. Bestattungen, Schwimmbäder, Straßenreinigung und bald der Öko-Strom. Und auch die Musikschule will nur eines: mehr Geld.

Es ist zum Verzweifeln. Dabei gönnt jeder den Musiklehrern mehr Lohn. Denn sie gehören trotz ihrer jahrelangen und oft kostspieligen Ausbildung hierzulande wahrlich nicht zu den Spitzenverdienern.

Aber warum müssen für die Tariferhöhung nur die Schüler ihre Portemonnaies aufmachen? Weil sie die „Nutznießer“ sind? Ist das Erlernen eines Instruments wieder eine Privatangelegenheit geworden? Und warum hatten Bund und Land dann die Initiative „JeKi“ (Jedem Kind ein Instrument) angestoßen? Weil das Instrumente lernen ein Teil des Musikunterrichts ist, und Musikunterricht gehört zur Bildung und die ist eine öffentliche Aufgabe.

Deshalb war die erneute Gebührenerhöhung ein Fehler. Die Stadt hätte ihren Zuschuss erhöhen müssen.

Denn eine Musikschule ist mehr als fidelnde und fiepende Kinder ehrgeiziger Eltern oder verkappter Starsolisten in schallgeschützten Räumen. Beim Erlernen eines Instruments mit regelmäßigen Auftritten werden Kompetenzen von Kindern entdeckt und gestärkt, die in der Schule verkümmern würden. Und: An welcher Schule kann man heute überhaupt noch Blockflöte, Klavier oder Gitarre lernen?

Schon jetzt ist die Musikschule nicht gerade billig. Die stetigen Gebührenerhöhungen werden in absehbarer Zeit weniger betuchte Schüler und Familien von Musikschulen fernhalten. Privatlehrer aber werden kaum Sozialermäßigungen einführen. Und dann wird das Musikmachen zum Privileg der Besserverdiener.

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