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FDP-Fraktionschef Rentsch in der Kritik

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Florian Rentsch - der neue Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion in Wiesbaden.
Florian Rentsch - der neue Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion in Wiesbaden. © dpa

50 Millionen Euro bekommt die European Business School in Wiesbaden von Stadt und Land. Welche Rolle spielt dabei der hessische FDP-Fraktionschef Florian Rentsch? Eine umstrittene, findet die SPD.

Nach der massiven Kritik der Oppositionsfraktionen von SPD und Bürgerliste Wiesbaden (BLW) verteidigt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Florian Rentsch den Siegerentwurf für den Neubau der Law-School der privaten Hochschule European Business School (EBS) in der Wiesbadener Moritzstraße. Die Architektur sei "einladend", ein solcher Neubau werte das Quartier auf.

Rentsch betreibe in dieser Angelegenheit lupenreinen Lobbyismus, der sich einzig und allein an den Interessen der EBS orientiere, kontert der planungspolitische Sprecher der SPD-Rathausfraktion Kai-Christofer Burghard. Er verweist auf die fragwürdige Doppelrolle von Rentsch, der im Landtag sitzt und gleichzeitig Mitglied des Stiftungsvorstandes der EBS ist, und als solcher "Öffentlichkeitsarbeiten und Spendensammlungen" zugunsten der Privathochschule mit Studiengebühren von jährlich 12.000 Euro durchführe. Rentsch ist außerdem noch FDP-Parteichef in Wiesbaden.

SPD und Gewerkschaften monieren vor allem, dass in der Landeshauptstadt reihenweise öffentliche Schulen verlotterten, während Stadt und Land der privaten Hochschule 50 Millionen Euro an Steuergeld für den Aufbau ihrer Jura-Fakultät spendierten.

SPD und BLW kritisieren zudem, dass der Entwurf für die EBS-Law-School einem Parkhaus ähnele. "Das Gebäude für die EBS in der Moritzstraße ist ein Klotz, der sich nicht in die Umgebung der südlichen Innenstadt einpasst, und alles andere als transparent. Da beißt die Maus keinen Faden ab", betont Kai-Christofer Burghard. (byb/rmu)

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