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Ex-Politiker wieder im Gefängnis

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Von: Arne Löffel

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Der Ex-Politiker wird verdächtigt, Kinderpornografie verbreitet zu haben (Symbolbild).
Der Ex-Politiker wird verdächtigt, Kinderpornografie verbreitet zu haben (Symbolbild). © JOKER

Erneut ist es in Wiesbaden zur Verhaftung eines ehemaligen Parlamentariers wegen Kinderpornografie gekommen. Der Mann steht im Verdacht, kinderpornografische Bilddateien hochgeladen und Chatpartnern zugänglich gemacht zu haben.

Ein ehemaliger Stadtverordneter der Piratenpartei und stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher ist erneut verhaftet worden, weil er kinderpornografische Inhalte ins Internet gestellt haben soll. Das bestätigt die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt auf Anfrage. Der 47-jährige Industriekaufmann sei wiederholt wegen derartiger Delikte auffällig geworden.

Der Mann ist verdächtig, am 15. und 16. Oktober von seiner Wohnung aus „auf einer Chat-Plattform kinderpornografische Bilddateien hochgeladen und Chatpartnern zugänglich gemacht zu haben.“ Seine Wohnung sei am 28. Oktober durchsucht und der Computer sichergestellt worden, der Beschuldigte sitze seitdem in Untersuchungshaft.

Zur angeblichen Tatzeit genoss der Beschuldigte laut Generalstaatsanwaltschaft Haftverschonung: Er sei erst im Juli unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. In Haft habe er sich befunden, weil gegen den Familienvater bereits drei Anklagen erhoben worden seien, die zur gemeinsamen Verhandlung verbunden wurden.

Eine Anklage vom Oktober 2014 legt ihm die Verbreitung und den Besitz kinderpornografischer Schriften in 19 Fällen zur Last. Er soll Chatpartnern mehrere Tausend Bilder und Videos zugänglich gemacht haben. Im Februar 2015 wurde er angeklagt, weil er auf einem Spielplatz in Mainz mit seinem Handy Foto- und Videoaufnahmen unbekleideter Kinder anfertigte. Die herbeigerufene Polizei habe auf seinem Handy „eine Vielzahl von Bilddateien unbekleideter Kinder und Jugendlicher“ gefunden und bei einer Durchsuchung noch mehr sichergestellt.

Zuletzt war er Mai verhaftet worden, weil er im Januar zwei Kinder im Alter von acht und neun Jahren angesprochen und ihnen auf seinem Handy ein Video mit kinderpornografischem Inhalt vorgespielt haben soll. Weiterhin soll er ihnen einen Euro angeboten haben, falls sie ihn begleiten würden. Die Kinder seien aber davongerannt.

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