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Martin Niemölller in seinem Wohnzimmer in der Brentanostraße 3.

Wiesbaden

Streitbarer Theologe

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Am Samstag jährt sich der Geburtstag von Martin Niemöller zum 125. Mal. Gedenktag in der Bergkirche.

Er war ein streitbarer und zugleich umstrittener Kirchenmann: Am Samstag, 14. Januar, jährt sich der 125. Geburtstag Martin Niemöllers. Die Martin-Niemöller-Stiftung, die evangelische Bergkirche und das Dekanat Wiesbaden laden aus diesem Anlass zu einem „Martin-Niemöller-Tag“ am Samstag in die Bergkirche, Lehrstraße 6, ein.

Ab 16 Uhr wird die Bergkirchengemeinde als Zentrum des kirchlichen Widerstandes vorgestellt. Gegen 16.30 Uhr beginnt unter dem Titel „Gesichter des kirchlichen Widerstands“ eine Rezitation der letzten Rede Martin Niemöllers vor seiner Verhaftung, die er in Wiesbaden hielt, und die von Bekennermut und Unerschrockenheit gegenüber den Nationalsozialisten zeugte. Der Schauspieler Mario Krichbaum wird die Rede vortragen.

Danach wird Karl Heinrich Schäfer, ehemaliger Präses der Synode der EKHN, aus der kürzlich erschienen Biografie seines Vaters lesen: „Heinrich Schäfer – Annäherung an einen ,illegalen Jungtheologen‘“. Das Buch soll ein Beispiel sein für die vielen mutigen Frauen und Männer, die sich in Hessen auf die Seite der Bekennenden Kirche gestellt haben. Von 18 bis 19 Uhr lädt die Bergkirchengemeinde dann ein zu Gesprächen und einem Imbiss.

Auch ist ein Blick in das historische Pfarrhaus möglich, in dem Niemöller seine erste Nacht in Freiheit verbracht hat. In diesem Pfarrhaus wurden auch die „Illegalen Jungtheologen“ von einer Kommission des Bruderrates der Bekennenden Kirche geprüft.

Zum Abschluss findet von 19 bis 19.45 Uhr in der Bergkirche ein „Politisches Nachtgebet“ statt. Heidemarie Wieczorek-Zeul, syrische Flüchtlinge und eine Erzieherin werden dabei Gedanken, Wünsche und Hoffnungen an eine friedliche Gesellschaft formulieren.

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