Grünen-Vorstand

Espenschied tritt zurück

Grüne brauchen neuenVorstandssprecher

Die Grünen-Vorstandssprecherin Astrid Espenschied legt nach einem Jahr überraschend ihr Amt nieder. Ihre Amtszeit hätte turnusgemäß erst im Mai 2013 geendet. Die 44-Jährige sagte, sie ziehe sich „aus privaten Gründen“ zurück. Weiter wollte sich die dreifache Mutter, die als Tagesmutter arbeitet, nicht äußern. Ihr Vorstandskollege Herbert Bohr sagte, Espenschied finde neben Familie und Beruf zu wenig Zeit für die politische Arbeit.

Mit dem Vorwurf der Misshandlung eines Tageskinds und der dafür am 21. August stattfindenden Verhandlung habe ihre Entscheidung nichts zu tun, sagte Espenschied. „Dann hätte ich schon viel früher zurücktreten können.“

Bekannt wurden die schweren Vorwürfe Ende November 2011. Die Staatsanwaltschaft hatte einen Strafbefehl wegen Körperverletzung beantragt, nachdem die Mutter eines 15 Monate alten Tageskinds, das in Espenschieds Obhut war, Anzeige erstattet hatte. Espenschied weist die Vorwürfe zurück. Solche Anschuldigungen gehörten zum „Berufsrisiko“ einer Tagesmutter, die die Kinder nun mal allein betreue, sagte sie.

Der Vorstand der Partei hatte mit Verweis auf die Unschuldsvermutung hinter Espenschied gestanden.

Ein Nachfolger soll am Donnerstag, 28. Juni, bei der Hauptversammlung (ab 19.30 Uhr im Hilde-Müller-Haus am Wallufer Platz) gewählt werden. Laut Bohr gibt es „mehrere Interessenten“. Namen wollte er noch nicht nennen. (byb.)

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