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Blaulicht: Polizei im Einsatz.
Blaulicht: Polizei im Einsatz. © dpa

Die Kriminalität hat in Wiesbaden im Jahr 2013 abgenommen. Zwei Tötungsdelikte wurden besonders emotional von Wiesbadenern aufgenommen. Die Jugendkriminalität stagniert jedoch trotz hoher Investitionen in ihre Verhinderung.

Die Kriminalität hat in Wiesbaden im Jahr 2013 leicht abgenommen. Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik hervor, die das Polizeipräsidium Westhessen am Donnerstag präsentierte. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums, zu dem neben Wiesbaden unter anderem auch der Main-Taunus- und Hoch-Taunus-Kreis gehören, wurden demnach im Jahr 2013 58 926 Straftaten registriert, 834 weniger als 2012. 23 017 Straftaten davon wurden in Wiesbaden begangen, 101 weniger als 2012.

Erfreut berichtete der Polizeipräsident Robert Schäfer über die Verbesserung der Aufklärungsquote von 57,7 Prozent in 2012 auf 58,5 Prozent in 2013. Es sei die höchste Quote seit Bestehen des Polizeipräsidiums Westhessen: „Sie sehen, das Risiko für Straftäter nimmt von Jahr zu Jahr zu“, sagte Schäfer. Die Polizeidirektion Wiesbaden wies sogar eine noch bessere Quote aus und erreichte 2013 mit 58,6 Prozent Aufklärung begangener Straftaten ebenfalls ihre bisher höchste Quote.

Spektakuläre Morde

Leiter der Kriminaldirektion Wiesbaden, Bernd Herold, teilte mit, dass besonders die Kriminalität auf Wiesbadens Straßen rückläufig sei. In Zahlen seien es fünf Prozent weniger Fälle, die im öffentlichen Raum verübt wurden, als im Vorjahr.

Im Jahr 2013 ereigneten sich zwölf Tötungsdelikte in Wiesbaden. Einige davon standen besonders in der Öffentlichkeit, sagte Gerald Müller, Leiter der Polizeidirektion Wiesbaden. Er erwähnt den Fall Jolin S; die schwangere 22-Jährige war von ihrem Ex-Freund mit einem Messer attackiert worden und in der Folge an den schweren Stichverletzungen gestorben. Der Fall bei dem ein junger Mann seine Ex-Freundin auf dem Neroberg mit dem Auto mehrmals überrollte und sie so tötete, habe die Wiesbadener ebenfalls bewegt. „So etwas wollen wir nicht“, sagte Müller. Doch da es sich bei Tötungsdelikten fast ausschließlich um Beziehungstaten handele, könne das die Polizei kaum verhindern.“

Zu verhindern seien allerdings die meisten Einbrüche in Wohnräume, sagte Volker Pfeiffer, Leiter der Abteilung Einsatz. Bundesweit steigen die Zahlen der Einbrüche, sagte Pfeiffer, und auch der sogenannte „Speckgürtel von Frankfurt“ zudem er auch die Landeshauptstadt zählt, sei bei Einbrechern beliebt.

Doch hier greife bereits die Präventionsarbeit der Polizei, so Pfeiffer: Die Quote der gescheiterten Einbrüche steigt und liegt mittlerweile in Wiesbaden bei 45 Prozent. Im Gegensatz zum Bundestrend sind hier Einbrüche zurück gegangen von 637 Fällen in 2012 auf 555 im Jahr 2013, bei 250 davon blieb es lediglich beim Einbruchsversuch: „Da sind wir stolz drauf“, sagte Müller. „Hier haben wir aber auch viel investiert.“

Viel investiert die Polizei auch in die Verhinderung von Jugendkriminalität, etwa mit dem 2010 eingerichteten Haus der Jugendkriminalität. 2013 konnte jedoch in Wiesbaden kein Rückgang der jungen Straftäter verzeichnet werden, die Zahl stagniert.

Polizeipräsident Schäfer bedankte sich für deren Mithilfe bei der Aufklärung und Verhinderung von Straftaten, er wünschte sich jedoch auch mehr Respekt gegenüber Polizeibeamten im Dienst. (cfr)

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