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Seit 17 Jahren das gleiche Bild. Bald sollen hier  140 Wohnungen entstehen.
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Seit 17 Jahren das gleiche Bild. Bald sollen hier 140 Wohnungen entstehen.

Wiesbaden

Entwicklung am Karlsbader Platz

  • Christina Franzisket
    vonChristina Franzisket
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Ein 13.000 Quadratmeter großes Grundstück, mitten in der Stadt, liegt seit 17 Jahren brach und wird deshalb im Volksmund auch „Karlsbader Loch“ genannt. Nun gibt es neue Hoffnung: Ein Investor will auf der Brachfläche eine Wohnanlage mit Supermarkt und Tiefgarage bauen.

Offenbar wird doch noch etwas aus dem Gelände am Karlsbader Platz. Ein neuer Investor, die Hanseatic Holding GmbH, will die seit mehr als 17 Jahren brach liegende Fläche mitten in der Stadt doch noch bebauen. Der künftige Eigentümer plant, laut Stadtentwickungsdezernentin Sigrid Möricke (SPD), dort eine Wohnanlage mit 140 Wohnungen, Supermarkt, Café, Apotheke und einer zweigeschossigen Tiefgarage zu bauen.

Der Magistrat der Stadt Wiesbaden hatte in dieser Woche bereits einer Bauvoranfrage des Investors zugestimmt und damit die ersten Weichen für die Umsetzung des Vorhabens gestellt. Laut Möricke müsse dafür zunächst der Bebauungsplan geändert werden.

Das 13 000 Quadratmeter große Grundstück im Rheingauviertel gehörte einst zum US-Camp Lindsey. Nachdem die Amerikaner die Konversionsfläche zurückgaben, fand sich 1997 ein Käufer. Laut Möricke sei 1998 die konkrete Entwicklung des Geländes am Karlsbader Platz im Entwicklungsplan „Wiesbaden Europaviertel“ festgesetzt worden. Im selben Jahr erfolgte der Spatenstich, gebaut wurde jedoch nichts. Stattdessen kam es zu mehreren Eigentümerwechseln und Zwangsversteigerungen.

Die Stadt habe immer wieder mit unterschiedlichen Interessenten, möglichen Bauherren und Investoren über eine Bebauung nachgedacht, teilte Möricke mit. Es seien sogar Genehmigungen erteilt worden, die jedoch nicht umgesetzt wurden. Wegen der langen Zeit, während der das Grundstück nun schon brach liegt, heißt es im Wiesbadener Volksmund „Karlsbader Loch“.

Noch gehört das Grundstück der Ansmann Vermögensverwaltungs GmbH. Die Hanseatic Holding habe aber eine Kaufoption, wenn sie bis März dieses Jahr eine genehmigte Bauanfrage vorlege. Nach eigenen Angaben will das Unternehmen noch 2015 mit der Bebauung des Geländes beginnen. „Das Grundstück ist aufgrund seiner Lage sehr interessant“, sagte Hanseatic Geschäftsführer Karsten Rose. Investieren wolle die Hanseatic hier einen „mittleren zweistelligen Millionenbetrag“, sagte Rose.

Mietwohnungen, Innenhof, Supermarkt und Tiefgarage

Warum es bislang nicht zu einer Bebauung des Grund und Bodens gekommen sei, habe sich Rose nicht gefragt, „das ist alles Vergangenes und darüber könnte ich jetzt nur spekulieren“, sagte er. Er wisse lediglich, dass es andere Pläne gegeben habe, die nicht realisierbar waren. Die Hanseatic hat vor, eine geschlossene Wohnanlage, die sich durch Baukörper zur Hauptverkehrsstraße abgrenzt, zu bauen. Im Inneren soll es einen begrünten Hof für die Bewohner geben. Die Wohnungen sollen alle zu mieten sein.

Dazu äußerte sich die Geschäftsführerin des Mieterbunds Wiesbaden, Eva-Maria Winckelmann. Sie begrüßte das Vorhaben Wohnungen zu bauen, erinnerte jedoch daran, dass in Wiesbaden hunderte Sozialwohnungen fehlten. Deshalb hofft Winckelmann, dass „ein Großteil der 141 Wohnungen am Karlsbader Platz als Sozialwohnungen vermietet werden“. Laut Dezernentin Mörcke verlange die Stadt einen Anteil von 15 Prozent „preisgünstigem“ Wohnraum. „Darüber verhandeln wir noch“, sagte Rose.

Möricke hat große Hoffnungen in den neuen Investor. Sie sieht „gute Chancen“, dass bald am Karlsbader Platz gebaut werden könne. „Wir sind optimistisch, dass es dieses Mal etwas wird“, sagte auch Mörickes Referentin, Andrea Scheffler.

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