Wasser mit Handgefäßen zu entnehmen, wie es Beamtendeutsch heißt, bleibt weiter erlaubt.

Wiesbaden

Entnahme von Wasser aus Bächen verboten

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat die Stadt ein Entnahmeverbot verhängt. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld bis zu 100 000 Euro rechnen.

Aus Bächen, Flüssen und Seen im Stadtgebiet Wiesbaden darf vorerst kein Wasser mehr entnommen werden. Der Grund dafür ist nach Angaben von Umweltdezernent Andreas Kowol (Grüne) die anhaltende Trockenheit. Die Verfügung gilt ab sofort.

„Der Naturhaushalt kann nachhaltig gestört werden“, wenn unter den gegebenen Bedingungen Wasser entnommen wird“, heißt es in der Verfügung. Insbesondere weil einige Wiesbadener Bäche nach dem trockenen Sommers 2018 bereits ausgetrocknet oder nur noch Rinnsale seien. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 100 000 Euro, informiert die Stadtverwaltung. Das Verbot gelte auch für die Nutzer der direkt an den Gewässern liegenden Grundstücke.

Ausnahmen sind vorgesehen: So darf trotz des Verbotes weiterhin Vieh getränkt und Wasser mit Handgefäßen geschöpft werden. Auch dort, wo jemand eine amtliche Erlaubnis für die Wasserentnahme hat, gilt das Verbot nicht. Die Besitzer eines Wasserentnahmerechtes sind allerdings dazu aufgerufen, im Rahmen ihrer Entnahmeerlaubnis sparsam mit dem entnommenen Wasser umzugehen. Zudem kann die Untere Wasserbehörde der Stadt auf Antrag Ausnahmen genehmigen, wenn das Allgemeinwohl es erfordert oder eine „unbillige Härte“ vermieden würde. (diu)

Bei Fragen   berät die Untere Wasserbehörde der Stadt Wiesbaden unter 0 611 / 31 47 29 oder per E-Mail an wasserbehoerde@wiesbaden.de.

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