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Energieverbrauch stark gestiegen

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Von: Ute Fiedler

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Bis Sonntag, 10. Januar, ist die Eiszeit am Warmen Damm noch von 11 bis 22 Uhr geöffnet.
Bis Sonntag, 10. Januar, ist die Eiszeit am Warmen Damm noch von 11 bis 22 Uhr geöffnet. © Michael Schick

Durch die milden Temperaturen wird das Ergebnis der Eiszeit etwas getrübt. Bis Sonntag, 10. Januar, ist die Eiszeit am Warmen Damm noch von 11 bis 22 Uhr geöffnet.

Am kommenden Sonntag schließt die Eiszeit am Warmen Damm ihre Pforten. Ausgerechnet jetzt, da die Temperaturen in den Keller rauschen, ein Hauch von Winter zu spüren ist und somit gute Bedingungen herrschen, auf der spiegelglatten Fläche ein paar Pirouetten zu drehen, ohne gleich Schweißausbrüche zu bekommen.

Die Veranstalter blicken auf eine durchwachsene Eiszeit zurück, die Mitte November mit einigen Schwierigkeiten begonnen hatte. „Die Firma, die den Eiskern aufgebaut hat, garantiert nur einen Aufbau-Erfolg bei bis zu acht Grad Außentemperatur“, sagt Olaf Weber, Projektmanager der Eiszeit im Kurhaus. „Doch wir hatten 15 Grad während der Aufbauphase. Es war viel zu warm. Wir hatten Glück, dass es trotzdem funktioniert hat.“

In Webers Erklärung schwingt bereits das mit, was in diesem Jahr den Verantwortlichen besonders zu schaffen gemacht hat: Durch die für diese Jahreszeit unüblich hohen Außentemperaturen sind die Energiekosten stark angestiegen. „Wir rechnen damit, dass wir im Vergleich zur vergangenen Saison zehn bis 15 Prozent mehr Strom verbrauchen werden – obwohl wir einiges unternommen haben“, erläutert Markus Ebel-Waldmann, Geschäftsführer des Kurhauses, das die Eiszeit bereits seit 13 Jahren veranstaltet.

Ebel-Waldmann weist auf eine Spezialfolie hin, die zum ersten Mal in die Eislauffläche eingezogen worden sei. „Diese reflektiert Sonnenstrahlen sowie Scheinwerferlicht, sodass wir eine ganze Menge Energie sparen konnten“, sagt er. Not mache eben erfinderisch. „Wir werden die Folie sicherlich auch weiter ausprobieren.“

Verzeichnete der Veranstalter nach der Eiszeit 2014/2015 ein leichtes Plus, so steht in diesem Jahr eine knappe schwarze Null hinter dem Ergebnis. „Leider steht und fällt eine solche Veranstaltung mit dem Wetter“, sagt Ebel-Waldmann. Er weist daraufhin, dass es immer ein kleines Polster für Unvorhergesehenes gebe. „Und das haben wir in diesem Jahr abgerufen.“ Weiter nach hinten, in die Monate Januar und Februar, verlegen will Ebel-Waldmann die Eiszeit nicht. „Die Veranstaltung gehört in die Weihnachts- und vor allem in die Ferienzeit.“

Wie viele Besucher pro Jahr am Warmen Damm Schlittschuh laufen, lässt sich laut Holger Helmiss nur schwer sagen. Er ist Inhaber einer Eventagentur, die für die Durchführung der Eiszeit verantwortlich zeichnet. Ihm zufolge habe es viele sogenannte Patentage gegeben, an denen Sponsoren den Eintritt zahlten und die Besucher umsonst laufen konnten. Grundsätzlich zeigt er sich mit den Zahlen zufrieden. Die Alm und die Eisstockbahnen seien bis Weihnachten ausgebucht gewesen. „Und bei gutem Wetter war eher Schlittschuhstehen statt Schlittschuhlaufen angesagt.“

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