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Bis Ende März reichen die Plätze

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Bürgermeister Goßmann informiert über die neue Flüchtlingsunterkunft in der Hans-Bredow-Straße. Mit dieser Einrichtung stünden vorerst genügend Plätze zur Verfügung.

Von Peter H. Eisenhuth

Eine vergnügungssteuerpflichtige Veranstaltung werde das wohl nicht, vermutet Arno Goßmann (SPD). Am Donnerstagabend wird der Sozialdezernent mit Ortsvorsteher Ulrich Weimer (SPD) die Bürger des Bezirks Südost über die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in der Hans-Bredow-Straße informieren. Wann und wie viele Menschen in das zuletzt vom Gerling-Konzern genutzten Hochhaus einziehen werden, will Goßmann nicht vorab ankündigen. „Die Zahlen möchte ich schon den Anwohnern exklusiv mitteilen“, sagt er. Der Bürgermeister geht davon aus, dass aus den Reihen der Bürger kritische Stimmen zu hören sein werden, das lehre die Erfahrung. „Bei einem Teil der Bevölkerung sind Ängste da, und die dürfen wir nicht herunterspielen, sondern müssen sie ernstnehmen.“

Vor allem die Frage nach der Sicherheit der Anwohner wurde bei vergleichbaren Veranstaltungen stets gestellt. Die Antworten der Verantwortlichen darauf waren immer dieselben: In Wiesbaden ist bislang kein Fall bekannt, in dem es zu Übergriffen von Flüchtlingen auf die einheimische Bevölkerung gekommen sei. „Wir haben keine schlechten Erfahrungen gemacht“, bestätigt Goßmann. „Es gab lediglich einen Vorfall, bei dem ein nicht in Wiesbaden lebender Asylbewerber eine Frau belästigt hat.“

Stimmung nicht gekippt

Arno Goßmann hat nicht den Eindruck, dass in der Landeshauptstadt die Stimmung gekippt ist. Der Dezernent sieht aber auch die Herausforderungen wachsen, die auf die Stadt zukommen. „Ich kann nicht feststellen, dass der Zuzug geringer wird“, sagt er und verweist auf die Zahlen: 2015 wurden Wiesbaden 1885 Flüchtlinge zugewiesen, bis Ende März dieses Jahres kämen 1631 hinzu.

Mit der neuen Unterkunft in der Hans-Bredow-Straße stünden vorerst genügend Plätze zur Verfügung. „In den nächsten zwei Monaten kommen wir damit hin“, sagt Goßmann. Bürgerhäuser und/oder Turnhallen will die Stadt nur im äußersten Notfall zu Gemeinschaftsunterkünften umfunktionieren.

Einen gemeinsamen Standort hat inzwischen das für die Betreuung der Flüchtlinge zuständige Verwaltungspersonal. Die bislang auf die Konradinerallee und die Dotzheimer Dörrgasse verteilten Mitarbeiter arbeiten seit drei Wochen in eigens angemietetem Büroräumen in der Homburger Straße. „Aufgrund des Zuwachses an Flüchtlingen und Personal mussten wir das umsetzen, bevor der Magistrat zustimmen konnte“, sagt Goßmann. Den nachträglichen Segen der Kollegen für den Bezug der 69 Büros mit 102 Arbeitsplätzen erhielt er gestern.

Die Info-Veranstaltung in der Caféteria der Hans-Bredow-Straße 1 beginnt am Donnerstag, 4. Februar, 18 Uhr.

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