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An der Kinderklinik der Horst-Schmidt-Kliniken fehlt Personal.
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An der Kinderklinik der Horst-Schmidt-Kliniken fehlt Personal.

Wiesbaden

Duo aus Limburg soll Wiesbadener Kinderklinik führen

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Helios arbeitet am Personalaufbau. Aber die niedergelassene Ärzteschaft hat auch weiterhin Kritik.

Die Kinderklinik der Helios-Horst-Schmidt-Klinken soll von Oktober an von einer Doppelspitze geführt werden. Die Kinderärzte Doris Fischer und Alex Veldman leiten seit knapp vier Jahren die Kinder- und Jugendmedizin am St.-Vincenz-Krankenhaus in Limburg und haben sich als Team an den HSK beworben, teilt die Klinik mit.

„Wir sehen mit zwei hochqualifizierten Klinikdirektoren eine herausragende Chance, unsere Kinderklinik weiterhin als eine der besten im weiträumigen Rhein-Main-Gebiet zu etablieren“, sagt Geschäftsführerin Sandra Henek. Fischer und Veldmann hätten insbesondere mit ihren Ideen zur Fortführung der allgemeinpädiatrischen und neonatologischen Patientenversorgung überzeugt. Die beiden kennen sich seit ihrem Studium und haben am Frankfurter Universitätsklinikum gemeinsam praktiziert.

Die Besetzung der Leitungsstelle ist von besonderer Bedeutung, weil der Fortgang des früheren Klinikchefs Markus Knuf im Mai bereits im Vorfeld Wirbel ausgelöst hatte. Die niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinderärzte in Wiesbaden und Umgebung beklagen den Personalmangel in der Kinderklinik und befürchten, das Haus könne seinen Versorgungsauftrag nicht mehr erfüllen. Wegen der reduzierten Bettenzahl hatten sie sich im Dezember an die Öffentlichkeit gewandt. Trotz einer öffentlichen Entschuldigung der Helios-Klinik habe sich seitdem nicht viel verbessert, sagt Soraya Seyyedi, Obfrau im Berufsverband der Kinderärzte, der FR auf Anfrage. „Der gute Wille ist da, aber es müsste mehr Personal geben.“

Die Stelle des Chefs der Kinderchirurgie sei noch immer unbesetzt, die Leiterin des sozialpädiatrischen Zentrums habe sich aus der Führung zurückgezogen, zuletzt hätten sechs Assistenzärztinnen und -ärzte gekündigt. Die neuen Chefärzte müssten mit Geld und Personal ausgestattet werden, um die HSK-Kinderklinik wieder aufbauen zu können, sagt Seyyedi, die auch Sprecherin der Kinderärzteschaft ist, die sich um die Versorgung der Kleinen sorgt.

Sie setzten sich zur Aufgabe, die Klinik für die Zukunft zu rüsten, sagt Fischer, die künftige Chefin im Team. Sie wollten ergebnisoffen den Bedarf der ambulanten und stationären Versorgung von Kindern analysieren und die Klinik danach ausrichten, kündigt ihr Partner Veldman an.

Auch eine weitere neue Personalie teilen die HSK mit. Sie hängt mit der seit Anfang Mai laufenden Kooperation der Kinderchirurgie mit dem Universitätsklinikum Frankfurt zusammen, dank derer sie ihren Versorgungsauftrag nach Level-I-Status voll erfüllen könne, sagt Henek. Denn die Rufbereitschaft müsse rund um die Uhr gesichert sein. Udo Rolle, der Direktor der Frankfurter Kinderchirurgie, sei bis Ende des Jahres auch für Wiesbaden zuständig. Andernfalls würde die HSK Gefahr gelaufen, keine Frühgeborenen mehr behandeln zu dürfen. Laut Helios ist die Stelle des Sektionsleiters der Kinderchirurgie jetzt ausgeschrieben.

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