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Wein, Trauben und Berg - in Wiesbaden wird das alles neu geregelt.
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Wein, Trauben und Berg - in Wiesbaden wird das alles neu geregelt.

Weinberge in Wiesbaden

Aus drei mach eins

Die acht Hektar große Weinbergslage "Frauensteiner Marschall" ist bald Geschichte. Und auch sonst werden die Weinbergslagen in Wiesbaden neu geordnet. Von Waltraut Rohloff

Von WALTRAUT ROHLOFF

Die etwa acht Hektar große Weinbergslage "Frauensteiner Marschall" wird abgeschafft. Den von der Fläche her fast ebenso großen "Frauensteiner Homberg" und den "Schiersteiner Dachsberg" wird es auch nicht mehr geben. In Schierstein und Frauenstein werden die Namen dieser alten Weinbergslagen geändert, um Winzern im Wingert und im Keller die Arbeit zu erleichtern.

Der Magistrat hat dem Vorschlag des so genannten Lagenausschusses zugestimmt, der sich aus Winzern und Vertretern der Stadt zusammensetzt. Beschlossen ist, dass die Lagen "Marschall" und "Homberg" der Bezeichnung "Frauensteiner Herrnberg" zugeschlagen werden.

"Hölle" statt "Dachsberg"

Der Name "Schiersteiner Dachsberg" hat vor allem nach Ansicht der Schiersteiner Winzer - anders als die "Hölle" - wenig "Werbewert". Ihr die Politiker überzeugendes Votum deshalb: Die Lagebezeichnung Dachsberg soll verschwinden. Die Wingerte werden laut Magistratsentscheidung der Lage "Schiersteiner Hölle" (das Wort leitet sich von Halde ab) zugeschlagen. Im Gegenzug werden einige Weinberge, die bislang zur Lage "Schiersteiner Hölle" gehörten, dem "Frauensteiner Herrnberg" zugeordnet.

Der Name "Frauensteiner Marschall" wird zwar als Weinbergslage verschwinden, aber nicht totgeschwiegen. Weil Johann Wolfgang von Goethe diesen Wein geliebt haben soll, wird auf einer Tafel auf diese Besonderheit hingewiesen werden. Dass Napoleon den Frauensteiner Wein als den Marschall aller Weine bezeichnet hat, ist bisher nirgendwo bestätigt. Besitzer der Weinlage waren die Mainzer Marschälle, die Herren der Burg Frauenstein.

Die Bezeichnung Homberg geht vermutlich auf die frühere Bezeichnung Hohenberg zurück. Im Jahre 1499 legte Gilbrecht von Schönberg, Mainzer Amtmann in Frauenstein, auf einem dort gelegenen Acker einen Weinberg an. Die Herkunft des Namens Herrenberg ist indes klar: Die Weinberge in Nähe der Burg gehörten nicht Bauern, sondern den Herren.

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