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Die ersten Aushilfen im Busbetrieb der Wiesbadener Eswe sind da

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Von: Madeleine Reckmann

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Der Fahrplan soll jetzt wieder ausgeweitet werden.
Der Fahrplan soll jetzt wieder ausgeweitet werden. © Michael Schick

Personal aus anderen Unternehmen unterstützt den Verkehrsdienstleister. Ab Dienstag werden mehr Fahrten angeboten.

Dass von Dienstag an in Wiesbaden in den Morgenstunden wieder mehr Busse des Verkehrsdienstleisters Eswe fahren, ist ein Zeichen dafür, dass sich der gravierende Mangel an Busfahrern und Busfahrerinnen bei Eswe bessert.

Die Gespräche mit anderen Bus-Unternehmen, Eswe mit Personal für einzelne oder mehrere Fahrten zu unterstützen, würden allmählich zu Erfolgen führen, erklärte Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung. Auch seien weniger Fahrer und Fahrerinnen krank. Hätten im August noch 130 Personen ihren Dienst aus gesundheitlichen Gründen abgesagt, würden dies in dieser Woche noch 71 tun. Außerdem kämen weiterhin vereinzelt Busfahrer:innen, die ihren Job bei Eswe zugunsten anderer Verkehrsunternehmen gekündigt hatten, zu Eswe zurück, sagte Kowol.

Ein privates Leiharbeitsunternehmen habe 20 Busfahrer:innen angeboten. Die ersten würden jetzt ihren Dienst beginnen, führte Kowol aus. Es sei vereinbart worden, dass ihnen nach einer Frist ein Dauerarbeitsverhältnis angeboten werden dürfe. Auch die Deutsche Bahn-Tochter DB Regio, die sich bei der gescheiterten Ausschreibung von Eswe Verkehr nicht beteiligt habe, sei bereit, für einzelne Umläufe Personal bereitzustellen. Dieses werde wahrscheinlich von Mitte Oktober an auf der Linie 6 nach Mainz eingesetzt. „Dieser Weg wird weiter beschritten“, sagte Kowol. Um mehr Personal zu akquirieren, führten Vertreter von Eswe Verkehr Gespräche mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi über Ergänzungen zum Tarifvertrag. Dieser Hausvertrag soll Anfang 2023 greifen.

Eswe Verkehr hatte zum Schuljahresbeginn den Fahrplan gravierend ausgedünnt. Seitdem ist an Werktagen der Samstagsfahrplan gültig. Anstatt 3700 Fahrten wurden 2800 angeboten, inzwischen sind es einige mehr.

Die Opposition attackierte Kowol hart und machte ihn allein für die Misere verantwortlich. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) warb für eine sachlichere Debatte und erklärte, dass es für Lösungen einen langen Atem, Entschlossenheit und gute Kooperation in den Gremien brauche. Die Busfahrer:innen verdienten Solidarität. Den Vorschlag der Opposition, Sonderschichten gesondert zu zahlen, lehnte die Kooperation ab.

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