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Bärenherz in Erbenheim.
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Bärenherz in Erbenheim.

Wiesbaden

Das Hospiz Bärenherz in Wiesbaden möchte wachsen

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Spendenaktion für das Bauprojekt in Erbenheim startet. Räume für Jugendliche geplant.

Das Hospiz Bärenherz möchte in Zukunft nicht nur schwerstkranke Kinder, sondern auch schwerstkranke Jugendliche betreuen. Das Gebäude in Erbenheim soll sich erweitern. Die Geschäftsführungen der Bärenherz-Gesellschaft und der Bärenherz-Stiftung planen bis Ende 2022 im hinteren Teil des Geländes einen Anbau mit Terrasse und Grünfläche.

Das Vorhaben, das ausschließlich mit Spendengeldern bezahlt wird, trägt den Titel: „Mehr Raum für Kinder mit wenig Zeit“. Für das Neun-Millionen-Euro-Projekt fehlen drei Millionen Euro, die die Stiftung durch eine Spendenaktion decken möchte. Sechs Millionen werden aus den Rücklagen finanziert. „Es ist ein riesengroßes Geschenk, dass wir den Anbau verwirklichen können“, sagt Anja Eli-Klein, Stiftungsgeschäftsführerin. Das wäre nicht möglich ohne Unterstützung der Öffentlichkeit, die bereit sei, den Eltern eine große Last von den Schultern zu nehmen. Die öffentliche Hand trägt nichts zur Finanzierung bei. Hospizarbeit sei eine freiwillige Leistung und werde von Ehrenamtlichen getragen, erklärt Rainer Neubauer, Geschäftsführer der Bärenherz-Gesellschaft.

Das Hospiz

Die Stiftung Bärenherz betreut die Kinderhospize in Wiesbaden-Erbenheim und in Markkleeberg bei Leipzig, wo insgesamt 22 Kinder von der Diagnose bis zum Tod gepflegt werden. In der Pflegeeinrichtung Nesthäkchen in Heidenrod im Taunus gibt es 22 Plätze.

Betreut werden im Kinderhospiz in Erbenheim und in der ambulanten Betreuung 350 Familien.

Der Neubau soll 1266 Quadratmeter zusätzliche Fläche schaffen, 388 Quadratmeter bestehende Fläche werden umgebaut. Insgesamt sollen Ende 2022 3100 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

kinderhospiz-wiesbaden.de

Entstehen soll ein vierstöckiges Haus mit Wohlfühlatmosphäre, in dem die Familien beim Eintritt Entlastung spüren. Dort soll all das Platz finden, was den Alltag des Hospizes ausmache, erläutert Neubauer: Freude und Lachen, aber auch Trauer, viel Ruhe, aber auch Funktionalität, falls es mal hektisch werde.

In dem Anbau sollen vier Zimmer für Jugendliche mit Liftersystemen und einer jugendlichen Ausstattung eingerichtet werden. Daneben sind ein weiteres Kinderzimmer, ein Aufenthaltsraum für Jugendliche mit Medienbereich, ein Gemeinschaftsraum und eine Küche geplant. Zudem soll es zwei neue Elternappartements, Funktions- und Verwaltungsräume, ein Arztzimmer und einen Abschiedsbereich geben, wo auch größere Familien ihr Kind über Tage betrauern könnten. Die Fläche des bestehenden Hospizes soll sich fast verdoppeln.

Viele Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten werden aufgrund des medizinischen Fortschritts deutlich älter als früher. Im Kinderhospiz werden daher vermehrt auch schwerstkranke Jugendliche begleitet. Das Kinderhospiz darf gemäß Krankenkassenverordnung Personen bis zum 27. Lebensjahr betreuen. Darüber hinaus erkennt Neubauer deutschlandweit aber keinen gestiegenen Bedarf an Kinderhospizen. Zurzeit gebe es 16, demnächst 18. Bärenherz ist das einzige in Hessen.

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