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City-Passage schließt Ende Juni

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Von: Ute Fiedler

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So soll das Zentrum von der Schwalbacher Straße aus einmal aussehen.
So soll das Zentrum von der Schwalbacher Straße aus einmal aussehen. © Zaeske + Partner

Spätestens zum 30. Juni 2015 soll die City-Passage an der Kirchgasse geschlossen werden und die wenigen verbliebenen Geschäfte das Zentrum verlassen haben. Das teilt Ralf Bock auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit. Die Kündigungen seien bereits verschickt.

Bock vertritt den irischen Projektentwickler Ballymore, der die marode Einkaufspassage abreißen und neu bauen will. Die Anträge für die Baugenehmigung sowie den Abriss habe man bereits am 17. Dezember eingereicht, erläutert Bock, der hofft, dass ziemlich bald nach der Schließung der Passage mit dem Abbruch begonnen werden kann.

Wie berichtet, sollen auf dem Dach des neuen Zentrums an der Wiesbadener Haupt-Einkaufspassage drei Lounge-Kinos gebaut werden, die Astor Filmlounge bespielen wolle. Zudem soll auf dem Dach eine öffentlich zugängliche Parklandschaft entstehen, für deren Gestaltung die Verantwortlichen den niederländischen Landschaftsplaner Piet Oudolf gewonnen haben. Zugänglich sein soll das Zentrum über die Kirchgasse, die Schwalbacher Straße sowie die kleine Schwalbacher Straße.

Auch 15 Wohnungen für Studenten sollen an der Faulbrunnenstraße entstehen – ein Vorhaben, das in den ursprünglichen Planungen des Architektenbüros Zaeske und Partner, das für die Pläne zuständig zeichnet, zunächst nicht vorgesehen war. Ursprünglich hatte man geplant, einige der maroden Häuser abzureißen. Nach der heftigen Kritik des Gestaltungsbeirats wurde jedoch nachjustiert. Während mehreren Gesprächen hätten sich Stadt und Planer geeinigt, sagt Andreas Guntrum, Geschäftsführer der Wiesbadener Stadtentwicklungsgesellschaft SEG.

Post soll wieder einziehen

So könnte ein jahrelang geplantes Vorhaben endlich umgesetzt werden. Eigentlich hatte der Projektentwickler vor, die Baugenehmigung Anfang dieses Jahres einzureichen, Baubeginn sollte 2015 sein. Wann jetzt begonnen werden kann, steht jedoch noch nicht fest. Andreas Guntrum zufolge könne ein solches Planverfahren bis zu zwei Jahren dauern. Abgerissen werden könne jedoch früher, „sobald die Genehmigung“ vorliegt.

Mit welchen Mietern man in Gesprächen sei, wollte Bock nicht sagen. Feststeht ihm zufolge jedoch, dass die Post wieder in das neue Einkaufszentrum einziehen soll. Die Verhandlungen liefen. Für die Übergangszeit wolle man die Filiale an einem Standort in der Nähe unterbringen, sagt Guntrum. Er unterstützt das Vorhaben. „Man wäre mit dem Klammersack gepudert, wenn man die Post außen vor lässt“, hatte er Anfang Mai während eines IHK-Forums gesagt. Schließlich sei sie ein großer Frequenzbringer.

Durch das neue Zentrum erhoffen sich die Verantwortlichen eine weitere Steigerung der Attraktivität der Kirchgasse. Einer Passantenbefragung des Dienstleistungsunternehmens Jones Lang LaSalle aus dem März dieses Jahres zufolge, ist die Kirchgasse unter den „Top Ten“ der beliebtesten Einkaufspassagen in der Kategorie der Städte mit 250 000 bis 500 000 Einwohnern. 11 070 Menschen wurden demnach am letzten Samstag im März dieses Jahres gezählt – innerhalb von nur einer Stunde.

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