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Ein Uhu (Symbolfoto).

Fasanerie Wiesbaden

Neues Zuhause für Uhu und Turmfalke

Die Fasanerie hat ihr Greifvogelvoliere eingeweiht. Uhu und Turmfalke haben ein neues Zuhause. Der Förderverein bittet nun um Spenden.

Von Tim Niendorf

Der Tier- und Pflanzenpark Fasanerie freut sich über eine neu eingeweihte Greifvogelvoliere. Die Gesamtbaukosten für die 300 Quadratmeter großen Anlagen betragen rund 100 000 Euro. Finanziert wurden die Bauarbeiten über den städtischen Haushalt, Eigenleistungen und Spenden.

Ordnungsdezernent Oliver Franz (CDU) dankte dem Förderverein und den zahlreichen Sponsoren, die das Projekt unterstützt hatten: „Ohne Ihre Hilfe wäre eine Entwicklung der Fasanerie, wie sie in den vergangenen 20 Jahren seit dem Bestehen des Vereins erfolgen konnte, nicht möglich gewesen“. Nachdem die Baugenehmigung im Januar 2014 erteilt worden war, begannen die Arbeiten im April 2014. Ein Großteil wurde in Eigenleistung durch Mitarbeiter der Fasanerie geleistet.

Platz zum Nisten und Fliegen

Bislang hielt die Fasanerie Greifvögel in großen Volieren aus Maschendraht und Kunststoffnetz. Im Laufe der Jahre wurden die Stützen aus Holz jedoch morsch. Hinzu kommt, dass eine hohe Schneelast im Winter 2010/2011 die Volieren beschädigte. Daher entschied man sich dazu, sie neu zu errichten. Die neuen Volieren sind so geplant und gebaut, dass die Vögel darin fliegen und brüten können. Zunächst sind dort Uhu und Turmfalke sehen. Aufgrund illegaler Verfolgung und Störung seiner Brutplätze ist der Bestand des Uhus gefährdet. In den vergangenen Jahren hat er sich allerdings wieder erhöht. Mittlerweile kommt er auch im Wiesbadener Wald wieder vor.

Aus einem behindertenfreundlichen Unterstand sind die Volieren für die Besucher einsehbar und können auch durch Schleusen betreten werden. Damit sich die Vögel im Gehege wohl fühlen, befinden sich in ihnen Bäume, Äste und Sitzstangen in der Sonne und im Schatten, aber auch windgeschützte und abgedeckte Nistplätze sowie Raum zum Fliegen. Weitere Vogelarten werden dann in die Volieren des zweiten Bauabschnitts einziehen, mit dem laut Franz noch in diesem Jahr begonnen werden soll.

Die Fasanerie will dort für Deutschland typische Greifvögel zeigen. So ist geplant, dass Mäusebussard, Schreiadler, Schleiereule, Waldohreule und Sperbereule in der Fasanerie ein neues Zuhause finden.

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