Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Überfahrt verboten: Die Salzbachtalbrücke ist gesperrt. Damit die darunterliegende B263 befahren werden kan, gibt es jetzt einen Bypass über die A66. Foto: Renate Hoyer
+
Überfahrt verboten: Die Salzbachtalbrücke ist gesperrt. Damit die darunterliegende B263 befahren werden kan, gibt es jetzt einen Bypass über die A66.

Wiesbaden

Bypass über die A66 bei Wiesbaden eröffnet

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
    schließen

Nach der Sperrung der Salzbachtalbrücke gibt es Ersatz für die Mainzer Straße.

Quer über beide Fahrtrichtungen einer Autobahn zu fahren, das geht nicht alle Tage. Im Wiesbadener Verkehrschaos wird diese abseitige Vorstellung jetzt Wirklichkeit. Nach der Sperrung der Salzbachtalbrücke vor zwei Wochen ist gestern der sogenannte Bypass für die Bundesstraße 263, die in die Mainzer Straße übergeht, in Betrieb gegangen. Eine Umleitung quer über den gesperrten Teil der Autobahn 66 ermöglicht, dass Autos sowohl in Richtung Wiesbaden als auch in Richtung Darmstadt die Autobahn 671 nehmen können, allerdings jeweils nur auf einer Spur anstatt auf zweien. Die Autobahngesellschaft des Bundes, Hessen Mobil und die Stadt Wiesbaden haben sich gemeinsam auf diese Lösung verständigt. Heute soll auch der Fuß- und Radweg geöffnet werden.

„Wir gehen davon aus, dass jetzt die Verspätungen im Bussystem zurückgehen“, sagte der Wiesbadener Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) am Donnerstag. Da die Ampeln auf der Strecke entfallen, geht er von zügigem Fahren aus. Sollten Lastwagen den Verkehrsfluss stören, solle der Bypass für sie gesperrt werden, kündigte Kowol an. Weiterhin sei es wichtig, dass die viele Fahrzeuge Wiesbaden großräumig umführen.

Einem Passanten waren vor 14 Tagen herabgefallene Betonbrocken und Risse im Bauwerk aufgefallen, worauf die Brücke, über die die A66 führt, für den Verkehr gesperrt wurde. Inspektionen haben ergeben, dass sich der Überbau des südlichen Brückenteils um 50 Zentimeter gesenkt hatte; ein Pfeiler ist abgeknickt, zwei weitere Brückenlager haben sich bewegt oder sind beschädigt. Die Sperrung führte zu einem Verkehrschaos.

In einigen Tagen soll auch das Verbot für Lastwagen über 3,5 Tonnen greifen. Auf der A66 dürfen die Brummis in Fahrtrichtung Frankfurt ab Schiersteiner Kreuz bis zur Anschlussteile Wiesbaden-Biebrich nicht mehr fahren. Das soll verhindern, dass die Lastwagen in Richtung Innenstadt abbiegen.

Des Weiteren gibt es demnächst Erleichterung für die Personen, die auf der A66 in Richtung Rüdesheim unterwegs sind. An der Anschlussstelle Biebrich richtet die Autobahngesellschaft an der Brücke „Am Hohen Stein“ eine Wendemöglichkeit durch den geöffneten Mittelstreifen ein, damit die Menschen schneller vorankommen.

Die Arbeiter der Autobahngesellschaft sind unterdessen dabei, die beschädigte Salzbachtalbrücke zu verstärken, damit sie bis zur Sprengung im August nicht zusammenbricht. Ein Pfeiler, dessen Brückenlager sich verschoben hatte, sei bereits mit Beton unterfüttert worden, damit der Überbau nicht noch stärker absacke, berichtete Alexander Pilz, Außenstellenleiter bei der Autobahngesellschaft. Die Hilfstürme, die den 50 Zentimeter nach Osten abgekippten Pfeiler stützen sollen, würden gerade zusammengebaut, um in einigen Tagen mit ferngesteuerten Maschinen montiert zu werden.

Da die Vollsperrung der Salzbachtalbrücke die Wirtschaft vor massive Herausforderungen stellt, hat Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) ansässige Betriebe und Organisationen zu einem ersten Austausch eingeladen. Deren Vorschläge, wie sich nach der Brückensprengung eine Lösung für die Verkehrsprobleme finden lasse, sollten nun geprüft werden, teilt Mende mit.

Um das städtische Verkehrsnetz für die Salzbachtalbrücken-Krise aufzurüsten, möchte Verkehrsdezernent Kowol ein Notprogramm von einer Million Euro auf den Weg bringen. Damit soll der zweite Ring ertüchtigt und Bus sowie Bahn gestärkt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare