Das Busliniennetz in Wiesbaden geht in seinen Grundzügen zurück auf Planungen aus dem Jahr 1969. Hoyer
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Das Busliniennetz in Wiesbaden geht in seinen Grundzügen zurück auf Planungen aus dem Jahr 1969. Hoyer

Wiesbaden

Busnetz in Wiesbaden wird neu organisiert

  • VonDiana Unkart
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Das Busnetz genügt heutigen Ansprüchen nicht mehr. Künftig sollen lokaler und regionaler Busverkehr besser verzahnt sein. Außerdem soll der Umstieg zum Schienenverkehr erleichtert werden.

Die Stadt Wiesbaden will ihr Busliniennetz grundlegend reformieren. Grundlage soll ein neuer Nahverkehrsplan sein.

Viele Vorhaben aus dem Nahverkehrsplan von 2015 sind nach Angaben der Stadt bereits umgesetzt. Mit dem neuen Plan soll die Verkehrswende konkret umgesetzt werden. Der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs beim Modal Split, also der Verteilung der unterschiedlichen Verkehrsträger wie motorisierter Verkehr, Fahrrad und Fußgänger:innen, soll deutlich erhöht werden. „Dafür ist es erforderlich, das Busnetz komplett neu zu gestalten“, erläutert Patrick Düerkop, der die Neuerstellung des Nahverkehrsplans als Projektleiter verantwortet. Das aktuelle Busnetz basiere in seinen Grundzügen auf Planungen aus dem Jahr 1969. Das Mobilitätsbedürfnis der Wiesbadener, der in die Stadt pendelnden Menschen und der Besucher:innen habe sich seitdem aber ebenso geändert wie die Möglichkeiten der Mobilität an sich.

Mit Hilfe externer Fachleute und mit eigenem Wissen will die Lokale Nahverkehrsorganisation, die organisatorisch bei Eswe Verkehr angesiedelt ist, das bisherige Liniennetz neu aufstellen und dabei den regionalen und lokalen Busverkehr besser aufeinander abstimmen. So sollen auch Umstiege auf den Schienenverkehr erleichtert und die Mikromobilität als eigenständige Komponente des öffentlichen Verkehrs integriert werden. Mikromobilität ist der Oberbegriff für die Fortbewegung mit elektrisch motorisierten sowie nicht motorisierten Kleinstfahrzeugen wie beispielsweise E-Rollern.

Die Planungen sollen bis Ende des Jahres 2023 abgeschlossen sein, sodass der Entwurf des neuen Nahverkehrsplans 2024 die politischen Gremien durchlaufen könnte. Die Bürgerinnen und Bürger sollen beteiligt werden. Geplant sind unterschiedliche Formate zur Ideensammlung und zur Bewertung von Vorschlägen und Vorhaben.

Wiesbaden und die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft haben eine Ausschreibung veröffentlicht. Gesucht wird ein Planungsbüro, das die beiden lokalen Nahverkehrsorganisationen bei der Neuaufstellung ihrer Pläne unterstützt. diu

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