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Busfahren in Wiesbaden wird günstiger

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Von: Diana Unkart

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Schülerinnen und Schüler sowie Menschen, die Sozialleistungen empfangen, profitieren von den neuen Flatrate-Tickets.
Schülerinnen und Schüler sowie Menschen, die Sozialleistungen empfangen, profitieren von den neuen Flatrate-Tickets. © Renate Hoyer

Das Bewohnerparken wird deutlich teurer. Mit dem Geld, das die Stadt mehr einnimmt, reduziert sie die Preise für das Schülerticket und die Sondermonatskarte.

Busfahren soll in Wiesbaden 2023 günstiger werden, kündigen Stadt und das städtische Busunternehmen Eswe Verkehr an. Dafür sorgen neben dem 49-Euro-Ticket als Nachfolger des 9-Euro-Tickets zwei neue Angebote: Mit einem Millionenbetrag subventioniert die Stadt eine Wiesbaden-Variante des Schülertickets und eine Sondermonatskarte für Menschen, die Transferleistungen beziehen. Finanziert werden die Preissenkungen unter anderem durch eine deutliche Anhebung der Preise für das Bewohnerparken. Das kostet künftig statt einem Euro zwölf Euro pro Monat.

Ab Frühjahr 2023, voraussichtlich ab 1. April, soll das 49-Euro-Ticket erhältlich sein. Es wird vom Bund und den Ländern finanziert und berechtigt die Fahrgäste, bundesweit 2. Klasse im Nahverkehr zu fahren. Für Wiesbadenerinnen und Wiesbadener bedeutet das nach Angaben der Stadt „eine drastische Fahrpreisreduktion“: Eine Monatskarte für das Tarifgebiet Wiesbaden und Mainz kostet aktuell 90,40 Euro, für die Strecke Wiesbaden-Frankfurt 200,80 Euro.

Das Schülerticket Hessen mit Gültigkeit in Hessen und Mainz wird um eine spezielle Wiesbadener Variante ergänzt: das Schülerticket Hessen WI15. Statt bisher rund 30 Euro wird es nur noch 15 Euro im Monat kosten. Berechtigt sind alle Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis einschließlich 17 Jahren mit Hauptwohnsitz in Wiesbaden. Schülerinnen und Schüler, deren Eltern Sozialleistungen beziehen, zahlen für das Ticket 10 Euro pro Monat. Start ist am 1. August, der Vorverkauf beginnt voraussichtlich im Mai. Für Kinder und Jugendliche, die heute bereits ihr Schülerticket wegen großer Entfernung zwischen Wohnort und Schule vom Schulweg komplett erstattet bekommen, ändere sich nichts.

Ebenfalls im Preis reduziert wird die Kundenkarte/S (Sondermonatskarte) – mit Geld aus dem städtischen Haushalt. Sie wird von Fahrgästen genutzt, die Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen und ihren ersten Wohnsitz in Wiesbaden haben. Das Ticket kostet bislang 62,80 Euro. Angestrebt wird, es künftig auf Grundlage des 49-Euro-Tickets anzubieten. Damit wäre die Sondermonatskarte bundesweit gültig. Geprüft wird, ob der Preis noch weiter – eventuell auf 30 Euro – gesenkt werden kann. Geplant ist, die neuen Flatrate-Tickets künftig über eine neue App von Eswe-Verkehr zu verkaufen.

„Mit den neuen Flatrate-Angeboten halbieren wir die Fahrpreise für große Bevölkerungsgruppen“, sagt Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne). Der Zugang zum öffentlichen Nahverkehr müsse allen Bürgerinnen und Bürgern einfach möglich sein, ergänzt Martin Weis, kaufmännischer Geschäftsführer von Eswe Verkehr. Attraktive Ticketangebote spielten dabei eine wesentliche Rolle. Gelegenheitsnutzer:innen empfiehlt er die Fünfer-Sammelkarte, die im Gegensatz zum RMV-Einzelfahrschein im Preis nicht erhöht werde.

Die Sammelkarte ist eine besondere Tarifoption, die nur in Wiesbaden und Mainz erhältlich ist. Eine Fahrt kostet damit 2,30 Euro statt mehr als drei Euro im RMV-Einzeltarif.

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