Wiesbaden

Weniger Flüge auf der Air Base

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Zahl der Lärmbeschwerden von Bürgern nimmt ab. US-Armee wirbt um Verständnis, dass manchmal von den normalen Routen abgewichen werden müsse.

Auf dem US-Flugplatz in Erbenheim starten und landen weniger Flugzeuge und Hubschrauber, folglich beschweren sich auch weniger Anwohner über Lärm. Wie die Stadt mitteilt, habe dies eine Rückschau auf 2016 ergeben, auch 2017 sei die Zahl der Flüge rückläufig.

Nach Auskunft des Luftfahrtamtes der Bundeswehr habe es 2013 noch 392 Beschwerden von insgesamt 128 Bürgern gegeben. 2016 seien es nur noch 72 Beschwerden von 19 Personen gewesen. Dies sei auf den Rückgang des Flugbetriebs zurückzuführen. Außerdem sei dies ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Arbeit der 2012 eingerichteten Lärmschutzkommission, der Vertreter der US-Armee, der Stadt, benachbarter Kommunen sowie der Bürgerinitiative BiLGUS angehören, bezahlt mache, heißt es in dem Schreiben.

Derzeit sind neun sogenannte Starrflügler und elf Hubschrauber auf dem Flugplatz stationiert. Die US-Armee sichere zu, dass die Triebwerktests am westlichen Rand des Flugplatzes durchgeführt würden, was weniger Lärm für Erbenheim bedeute. Zudem würden die Piloten während des Sommerflugplans nach Mitternacht teilweise auf andere Flugplätze ausweichen.

Das alljährliche Sommernachtsflugprogramm von Mai bis August gestattet Lizenzerhaltungsflüge nach Mitternacht, bei denen Piloten üben, mit Nacht-sichtgeräten zu fliegen. 2016 wurden von den autorisierten 34 Landungen nach 24 Uhr zwölf ausgeführt. Im Gegenzug wurden 18 Ausgleichstage gewährt. An diesen wird der Flugbetrieb um 19 Uhr (Montag bis Donnerstag) und freitags um 15 Uhr eingestellt. Allerdings habe die US-Armee auch um Verständnis geworben, dass manchmal von den normalen Flugrouten abgewichen werde. Im April etwa sei ein Pilot im Sichtflug beim Landeanflug von der normalen Anflugroute abgewichen, weil er von der Sonne geblendet worden sei. mre

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