Der Bund will stärker in die Citybahn investieren.
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Der Bund will stärker in die Citybahn investieren.

Wiesbaden

Bund fördert Schiene stärker

Wiesbaden muss weniger für die Citybahn zahlen. Jetzt beginnt die Informationskampagne in den sozialen Medien.

Website, Facebook, Twitter - die Citybahn-Gesellschaft nutzt die sozialen Medien für eine neue Infokampagne über die Citybahn. Jetzt wird Gas gegeben, um Zustimmung für das Projekt zu erlangen. Am 1. November sollen die Wiesbadener abstimmen, ob die Bahn gebaut wird.

Gestern begannen die Themenwochen, in denen alle 14 Tage ein neues Thema rund um die Straßenbahn von Mainz über Wiesbaden nach Bad Schwalbach vorgestellt wird. User können Fragen stellen, die in Blog und Livestream beantwortet werden. Angesprochen werden sollen Menschen, die sich noch nicht mit dem Verkehrsprojekt auseinandergesetzt haben. „Das Thema soll raus aus der Community der harten Gegner und Befürworter“, sagt Jochen Plückelmann von der Agentur CP Compartner, die mit der Agentur 99Grad den Kommunikationsauftrag erhielt. Sobald die Stadtverordneten am 2. Juli den Startschuss für das Vertreterbegehren geben, sollen 27 Bürgerveranstaltungen folgen.

Hermann Zemlin, Geschäftsführer der Citybahn-Gesellschaft, gibt sich optimistisch, dass die Argumente für die Bahn sprechen. Der Einwand, sie koste zu viel, gelte nicht mehr; Zemlin rechnet mit einer höheren Förderung des Bundes. Nach der Gesetzesnovelle zur Gemeindeverkehrsfinanzierung 2020 könnten ab 2025 zwei Milliarden anstatt bislang 333 Millionen Euro abgerufen werden. Der Bund trage die Baukosten mit 75 statt 60 Prozent. Mit der Förderung des Landes von 27 Prozent bleibe fast nichts an der Stadt hängen. Der Bund beteilige sich zudem mit zehn Prozent an der Planung und mit 50 Prozent am Bau eines eigenen Baukörpers, auf dem die Bahn am Stau vorbeifährt. Auch die Fahrzeuge sollen künftig gefördert werden. Zemlin: „Der Bund setzt auf die Schiene.“ Und er hofft, dass die Bürger dies auch tun.

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