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Wiesbaden

Büros sind gefragter denn je

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Die Wohnungsmieten sind in Wiesbaden weiterhin auf hohem Niveau. Sollte die Stadt mit den Nachbarkommunen Projekte im Sozialen Wohnungsbau angehen?

Trotz Corona-Pandemie verharren die Immobilienpreise auch in Wiesbaden auf einem hohen Niveau. In den Innenstadtlagen lägen die Mieten für das mittlere Segment bei zwölf bis 15 Euro, sagt der Wiesbadener Immobilienunternehmer Maximilian Seil, Geschäftsführer der Paul&Seil Dienstleistungsgruppe. In den Randlagen, etwa Nordenstadt oder Erbenheim, hätten die Preise angezogen und würden nun bei zehn bis 13 Euro liegen. Die Kaufpreise würden geringfügig steigen. Seil sieht einen Bedarf von mehreren 10 000 Neubauwohnungen in Wiesbaden, sagte er der Frankfurter Rundschau.

Kaufpreise gestiegen

Das aktuell knappe Angebot führt wohl zu hohen Preisen. In seiner Analyse der Angebotspreise für Eigentumswohnungen hat das Immobilienunternehmen Immowelt 2020 für Wiesbaden ein Plus von 12 Prozent ermittelt. Die Durchschnittskosten für Wohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmeter hätten 2020 bei 3970 Euro gelegen. Obwohl der Trend in die Städte anhält, ist für Seil eine neue Entwicklung spürbar. Die Menschen würden wieder verstärkt in Kommunen in der Nähe der Großstädte ziehen. Corona habe diesen Trend beschleunigt. Daher plädiert Seil dafür, dass Wiesbaden mit den Nachbarstädten Projekte im Sozialen Wohnungsbau angeht, damit sich die Situation auf dem Wiesbadener Wohnungsmarkt entspannt.

Die Pandemie und das verbreitete Homeoffice hätten nicht dazu geführt, dass die hohe Nachfrage nach Büros in Wiesbaden sinke, so Seil weiter. Da die Landeshauptstadt Sitz zahlreicher Landes- und Bundesbehörden und mehrerer Versicherungen sei, würden nach wie vor Büroflächen gebraucht. Allerdings könnte die benötigte Fläche pro Unternehmen künftig etwas kleiner ausfallen. In Zukunft würde ein Teil der Beschäftigten ganz oder teilweise im Homeoffice arbeiten.

Geld fließt in Büros

Die Nachfrage nach Büroimmobilien entspricht der Einschätzung von Colliers International, nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Immobilienberater:innen. Investor:innen würden vermehrt Geld in Büroimmobilien in Städte von regionaler und nationaler Bedeutung stecken, nachdem es schwieriger werde, es in Städten von internationalem Rang anzulegen. 2020 verzeichne das Invest ein Plus von drei Prozent. Der Trend sei auch mit der zweiten Corona-Welle groß. Wiesbaden nehme 2020 mit 518 Millionen Euro Investitionen in Büroflächen nach Nürnberg und vor Essen und Leipzig den zweiten Platz ein.

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