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Vibro-Messfahrzeuge in Aktion.
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Vibro-Messfahrzeuge in Aktion.

Geothermie Energiewende Hessen

Bodenuntersuchungen gehen weiter

Die Stadt Wiesbaden und der Versorger Eswe suchen weiter nach verwertbaren Vorkommen von Erdwärme. Umweltdezernent Arno Goßmann glaubt, dass ein Erdbebenrisiko durch die vor sich hin rüttelnden Suchfahrzeuge nahezu ausgeschlossen werden könne.

Nachdem bereits erste Messungen Anfang 2010 ergeben hatten, dass im Wiesbadener Osten Erdwärme vorhanden ist, folgen ab kommenden Montag genauere Bodenuntersuchungen, wieder durch Spezialvibrationsfahrzeuge. Umweltdezernent Arno Goßmann (SPD) kündigte aber an, dass die Arbeiten vor Weihnachten abgeschlossen seien. Damit wird kein Tannenbaum in den heimischen Wohnzimmern erzittern.

Denn wie bei den ersten Untersuchungen werden wieder Schallwellen in den Untergrund gesendet. Diesmal werde aber statt der 2D-Seismik die 3D-Seismik eingesetzt, die ein hochauflösendes, dreidimensionales Bild des Untergrunds liefere. Die Schallwellen, die nach dem Prinzip des Echolots funktionieren, dringen mindestens 400 Meter und tiefer in den Untergrund ein. Ausgelegte Geophone empfangen das Echo per Funk und zeichnen die Daten auf.

Baustein für die Energiewende

Erdbeben können die Vibrationen der Spezialfahrzeuge nicht auslösen, diese seien vergleichbar mit einer im Straßenbau verwendeten Rüttelplatte, heißt es auf der Internetseite zu den Tiefengeothermie-Untersuchungen, die die Stadt mit der Eswe-Versorgungs AG und der Rhein-Main-Deponie in Flörsheim macht. In ihre Erkundungen stecken die Projektpartner rund eine halbe Million Euro. Bürger im Messgebiet seien bereits über die bevorstehenden Messungen informiert worden, sagt Goßmann. Südlich des Mains werden keine Seismikfahrzeuge unterwegs sein.

Die tiefe Erdwärme könne ein wichtiger Baustein für die Energiewende sein, sagt Goßmann. Denn die Wärmeenergie im Inneren der Erde sei nahezu unerschöpflich vorhanden und damit eine umwelt- wie klimaschonende Energiequelle. Im Gegensatz zur Wind- und Sonnenenergie sei die Stromerzeugung aus Geothermie grundlastfähig, werde also konstant und wetterunabhängig erzeugt.

Am Samstag, 27. Oktober, können sich Interessierte über das Tiefengeothermie-Projekt von 10 bis 14 Uhr beim Tag der offenen Tür auf dem ehemaligen Keramag-Gelände, Böttgerstraße 6, in Flörsheim informieren. (byb.)

Weitere Informationen im Internet unter www.tiefengeothermie-wiesbaden-rheinmain.de

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