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Das bekommen die Bosse

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Ob sie es auch verdienen? FR-Redakteurin Gaby Buschlinger hat in den Gehaltslisten der städtischen Gesellschaften nachgeforscht - und dabei Interessantes gefunden.

Klingt ja wahrlich nicht besonders sexy, das Wort Beteiligungsbericht, trotzdem haben die 174 Seiten über die Beteiligungen und Eigenbetriebe der Stadt, die vor Tabellen mit Bilanzsummen und Cashflow-Angaben nur so wimmeln, durchaus interessante Zahlen zu bieten.

So sind darin nicht nur die Gewinne und Verluste der Rhein-Main-Hallen und der Schwimmbad-Gesellschaft Mattiaqua zu erfahren, sondern auch die Jahresbezüge von deren Geschäftsführern und Betriebsleitern.

Als der heutige Geschäftsführer von Eswe Verkehr, Stefan Burghardt, noch als Grünen-Fraktionschef im Stadtparlament saß, hatte er gesagt, die Besserverdienenden säßen nicht im Magistrat, sondern in den städtischen Beteiligungsgesellschaften. Und hat damit vermutlich Recht: Als kaufmännischer Geschäftsführer von Eswe Verkehr erhält Burghardt beispielsweise 185000 Euro Jahressalär. Sein Kollege Uwe Cramer erhält als technischer Geschäftsführer 207.000 Euro im Jahr.

Zum Vergleich: Bei Wibus verdienen nicht nur die Busfahrer weit weniger als ihre Eswe-Kollegen, sondern auch der Betriebsleiter Dirk Stein: Er muss mit rund 68.000 Euro auskommen.

Die drei Vorstände der Eswe-Versorgungs AG wiederum, Ralf Scholdlok, Jürgen Burkert und Jörg Höhler, erhalten zusammen 421.256 Euro. Die genaue Aufteilung bleibt unbekannt. Allerdings ist zu erfahren, dass die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen sich auf über eine halbe Million Euro, exakt 642.690 Euro, belaufen.

Der Geschäftsführer der Horst-Schmidt-Kliniken, Holger Strehlau, bekommt seit seiner Rückkehr 354.000 Euro per anno, seine Kollegin Ingrid Strack 219.800 und ein drittes Mitglied der Chefetage, Jürgen-E. Schmitz, 124.000 Euro. Der Kurhauschef Henning Wossidlo und sein Stellvertreter erhalten zusammen 278000 Euro. Als Rhein-Main-Hallen-Chef kann Holger Syhre davon nur träumen: Er muss sich mit 85.000 Euro begnügen.

Die Betriebsleiter der Entsorgungsbetriebe (Joachim Wack) und der Stadtentwicklungsgesellschaft SEG (Andreas Guntrum und Dietrich Schwarz) haben indes einer Veröffentlichung ihrer Vergütungen nicht zugestimmt. Erst wenn Verträge von Eigenbetriebs-Geschäftsführern erneuert werden oder Nachfolger kommen, müssen diese Angaben im Beteiligungsbericht stehen. (byb)

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