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Die Verkehrswende in der Landeshauptstadt ist der größte Konflikt zwischen den Parteien.
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Die Verkehrswende in der Landeshauptstadt ist der größte Konflikt zwischen den Parteien.

Wiesbaden

Bei der Kommunalwahl Wiesbaden liegen Grüne und CDU Kopf an Kopf

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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SPD verliert stark an Rückhalt, auch die Christdemokraten büßen Stimmen ein.

Die Freude der Grünen-Politiker:innen ist ihnen gestern Abend auf der Online-Konferenz trotz Mund-Nase-Schutz an den Augen abzulesen gewesen. Denn ihre Partei geht im ersten Trendergebnis durch die Decke. Die Öko-Partei erreicht mehr als 20 Prozent der Stimmen und ist gestern Abend zeitweise stärkste Kraft, eine Sensation. CDU und Grüne ringen um den ersten Platz. Die SPD folgt dem Duo in geringem Abstand. Die drei Parteien der seit 2017 kooperierenden Fraktionen liegen also denkbar dicht beieinander.

„Wenn das Ergebnis so bleibt, ist das unser stärkstes Kommunalwahlergebnis“, sagte Grünen-Spitzenkandidatin Christiane Hinninger, „das verpflichtet uns, den Kurs der sozial-ökologischen Wende fortzuführen. Die Bürger haben den Kurs der Verkehrswende klar bestätigt.“ Der ganze Streit in der Stadt um entfallende Parkplätze und neue Busspuren, die Autos den Platz streitig machen, hat doch eine geringere Rolle gespielt. Aber abwarten, gestern sind nur die Wahlzettel mit einem Listenkreuz ausgezählt worden.

Nach dem Maskenskandal der CDU im Bund ist der Wiesbadener CDU-Parteichef Ingmar Jung mit dem Ergebnis nicht unzufrieden. Allerdings hofft er, dass die Auszählung der kumulierten und panaschierten Stimmen die Christdemokraten noch zur stärksten Kraft macht. Die CDU war mit vielen jungen Kandidat:innen angetreten. Jetzt baut Jung darauf, dass eine jüngere Klientel von den Möglichkeiten der Kommunalwahl Gebrauch macht.

Die SPD hat starke Verluste zu verbuchen. Sie erreicht fünf Prozentpunkte weniger Stimmen als am Wahlsonntag 2016. Spitzenkandidat Hendrik Schmehl baut auf die noch auszuzählenden Stimmen. „Es ist zu früh, Bilanz zu ziehen“, sagt er. Allerdings habe es die SPD immer schwerer, ihre Zielgruppe zu erreichen, gibt er zu bedenken, das gelte für die Zeit unter Corona besonders. Dass der AWO-Skandal der SPD geschadet hat, weist er zunächst von sich.

Zu den Verlierern gehört auch die AfD, die sechs Prozentpunkte weniger als am Sonntag 2016 auf sich vereint. Die FDP erzielt leichte Zugewinne. Die kleinen Listen legen zu, insbesondere die europäische Partei Volt.

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