Wiesbaden

HSK beendet lange Schichten

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Die Wiesbaden Klinikführung widerspricht Aussagen der Gewerkschaft.

Die Helios Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) werden bis zum 1. Juni die Zwölf-Stunden-Schichten auf ihren Intensivstationen beenden. Dies teilten die Geschäftsführerin Sandra Henek und der Ärztliche Direktor der Klinik, Ralf Kiesslich, im Namen des Krisenstabes der FR mit. Sie widersprechen damit den Äußerungen der Gewerkschaftssekretärin Anja Golder, die im FR-Interview davon sprach, die Zwölf-Stunden-Schichten könnten über den 31. Juli hinaus verlängert werden.

Diese und andere Aussagen hätten zu Irritationen unter den Mitarbeitern geführt, so Henek und Kiesslich. Die längeren Schichten für das Personal auf den Intensivstationen seien eingeführt worden, um auf einen größeren Zustrom von Covid-19-Patienten vorbereitet zu sein. Zu Beginn der Pandemie im März sei man von 6000 zusätzlichen Intensivpatienten in Hessen ausgegangen. Die HSK habe für das Versorgungsgebiet Wiesbaden, den Kreis Limburg-Weilburg und den Rheingau-Taunus-Kreis den Großteil der zusätzlichen Beatmungsplätze gestemmt.

Obwohl weiterhin, wie amtlich gefordert, ein erhöhter Bettenbedarf auf den Intensivstationen vorgehalten werden müsse, sei es jetzt wieder möglich, zum regulären Schichtsystem zurückzukehren. Massenentlassungen habe es zu keinem Zeitpunkt, auch nicht vor der Krise, gegeben. Auch den Vorwurf, aus Gründen der Gewinnmaximierung unnötig viele Patienten ans Haus zu binden, möchten Henek und Kiesslich so nicht stehen lassen und bezeichnen dies als absurd. „Der Pandemie-Plan des Landes Hessen sieht vor, dass Patienten mit einer Covid-19-Infektion und mit Lungenentzündungen in spezialisierten Kliniken, behandelt werden sollten. Ein solches Level-1-Krankenhaus sind die HSK.“ mre

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