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Rettungsschwimmer

Baywatch ist woanders

DLRG-Retter sind ab Freitag wieder im Einsatz.

Von Fabian Siegel

Es geht um Sekunden. Ein Mensch ist von der Theodor-Heuss-Brücke ins kalte Wasser gestürzt. Treibt nun den Rhein hinunter und droht zu ertrinken. Die Feuerwehr ist alarmiert, kann aber erst in ein paar Minuten vor Ort sein. Doch dann ist es vielleicht schon zu spät. Darum geht der Notruf in diesem Moment auch in einem kleinen Gebäude an der Schiersteiner Hafenspitze ein.

Denn hier sitzen ab Karfreitag wieder regelmäßig die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Wiesbaden und Schierstein, die in solchen und ähnlichen Fällen sofort alarmiert werden. Zusammen mit den Kollegen in Biebrich und Kastel sind sie für den Rhein bei Wiesbaden zuständig.

„Unser Einsatzgebiet reicht von Biebrich bis Walluf“, sagt Oliver Kessler von der Kreisgruppe Schierstein. Besetzt sei die Station traditionell an den Wochenenden von Ostern bis Oktober. „Denn jetzt beginnt erfahrungsgemäß die Zeit der Freizeitkapitäne, die mit ihren Booten auf dem Rhein unterwegs sind“, sagt Kessler.

Wenn Polizei oder Feuerwehr einen Notruf an die DLRG weiterleiten, schlüpfen die Rettungsschwimmer in Sekundenschnelle in ihre Schwimmwesten. Schon kurze Zeit sind sie an der Unglücksstelle. Schnell und ohne Schnickschnack, betont Kessler. Baywatch ist woanders – hier gehe es um Menschen, die tatsächlich in Not sind.

Erlebt haben die Schiersteiner Lebensretter auf ihrem Rheinabschnitt schon Einiges: Vom entkräfteten Schwimmer bis zum Suizidversuch sei schon alles dabei gewesen. Doch auch, wenn es einmal nicht um Leben und Tod geht, helfen die Frauen und Männer vom DLRG. „Wenn einmal ein Boot auf dem Rhein liegen bleibt, leisten wir auch technische Unterstützung“, sagt Kessler.

Kein Waschbrettbauch

Aktuell hat die DLRG in Schierstein 900 Mitglieder. 30 davon sind aktiv – zu wenig, um die Rettungsstation sieben Tage die Woche zu besetzen – die Lebensretter brauchten zum Einsatzort unter der Woche immer etwas länger. Deswegen sei die DLRG auch immer auf der Suche nach neuen Helfern. Grundvoraussetzung sind weder der Waschbrettbauch von David Hasselhoff, noch der Badeanzug von Pamela Anderson – eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer und Grundkenntnisse in Erster Hilfe reichen auch schon.

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