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Baubeginn der Rhein-Main-Hallen

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Von: Christina Franzisket

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Symbolischer Spatenstich an den Rhein-Main-Hallen.
Symbolischer Spatenstich an den Rhein-Main-Hallen. © Michael Schick

Am Freitag hat der Neubau der Rhein-Main-Hallen begonnen. Die Abrissarbeiten laufen weiter und sind vermutlich erst im März beendet.

Wie ein toter Riese aus Beton liegen die Reste der Rhein-Main-Hallen an der Friedrich-Ebert-Allee. Seit vielen Wochen fressen sich schon die Bagger mit ohrenbetäubendem Gedonner und Getöse durch die Mauern. Und doch ist immer noch eine Halle zu erkennen.

Trotzdem griffen am Freitagmorgen bereits zehn Hände auf der Baustelle an der Friedrich-Ebert-Allee gemeinsam nach einem riesengroßen Spaten und schippten eine Schaufel voller Erde in die Luft; mehr als hundert Zuschauer applaudierten. Der erste Spatenstich für den Neubau der Rhein-Main-Hallen war getan.

Der extra große Spaten sei symbolisch für das „anspruchsvollste und finanziell größte Projekt“ der Landeshauptstadt, sagte Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel (CDU). Symbolisch für die vielen Mitwirkenden und Unterstützer des Neubaus sollten die vielen Hände sein, die zum Spaten griffen. Sie gehörten unter anderem zu Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD), Stadtenwicklungsdezernentin Sigrid Möricke (SPD) und dem Baubetriebsleiter Henning Wossidlo.

Als Wossidlo an diesem Freitagmorgen als erster ans Mikrofon trat, hielten die Maschinen auf der Großbaustelle einen Moment lang inne. Einige Bauarbeiter mit Schutzhelmen nutzen die Zeit für eine Zigarettenpause, lehnten sich an Containerwände und lauschten den Rednern im Anzug. „Es ist ein großer Tag für Wiesbaden“, sagte Wossidlo. „Nun wird Wiesbadener Geschichte geschrieben.“ Schließlich wolle man an dieser Stelle nichts weniger als „einen der außergewöhnlichsten Veranstaltungsorte in ganz Deutschland“ bauen.

Magnet für unzählige Gäste

OB Gerich nannte die Rhein-Main-Hallen in seiner Rede ein „sichtbares Zeichen für die Willkommenskultur der Stadt“. Sie sei schon immer ein Magnet für unzählige Gäste aus dem In- und Ausland gewesen. Der Neubau sei nun ein Zeichen für „die Erneuerung dieser Willkommenskultur“, sagte Gerich. Er sieht die neuen Rhein-Main-Hallen bereits als eines der führenden Kongresshäuser in Deutschland.

„Es wird sicher eine Erfolgsgeschichte werden“, sagte Gerich und wünschte einen „guten, unfallfreien Bau und allen Beteiligten Durchhaltevermögen“. Es werde noch Höhen und Tiefen geben, sagte er und bat die Bürger der Stadt um Verständnis für Einschränkungen im Verkehr und den Lärm der Baustelle.

Wirtschaftsdezernent Bendel sagte, dass es kein Zufall sei, dass bereits mit dem Neubau begonnen werde obwohl noch Teile des alten Gebäudes stehen. „Wir haben keine Verspätung, es läuft deshalb parallel, um effizient zu sein“, sagte er. Der Abriss werde voraussichtlich noch bis März andauern. „Die Mauern, die noch stehen, dienen nebenbei den Anwohnern als Lärmschutz“, erklärte Bendel.

In seiner Rede dankte er den Bauarbeitern, die bei „Kälte und Regen“ auf der Baustelle arbeiteten und eine beachtliche Recyclingrate erreicht hätten. „Wir reden hier von 10 000 Tonnen Beton, die es wegzuschaffen gilt“, berichetete Bendel.

„Alles läuft nach Plan"

Auf dem „Baufeld Süd“, auf dem sich vorher das Foyer der Rhein-Main-Hallen befand, werde nun mit dem Aushub der Baugrube und dem Bau des Fundaments begonnen. „Alles läuft nach Plan, wir liegen zeitlich und finanziell im gesetzten Rahmen“, so Bendel.

„Wir wollen mit dem Neubau nicht nur Stahl und Beton bewegen, sondern auch Begeisterung wecken“, sagte Bendel und verlas noch ein paar Daten und Fakten über den Neubau. „Es wird eine Gesamtfläche von 300 000 Quadratmetern gebaut, 20 000 davon sind Veranstaltungsfläche“. Diese Größe habe eine Bedarfsanalyse ergeben. „Wir wollten schließlich nicht protzen, sondern etwas bauen, was auch benötigt wird.“

Außerdem profitiere die Wirtschaft der Landeshauptstadt von dem Neubau und natürlich auch die Bürgerinnen und Bürger, sagte Bendel. „Mit Sicherheit werden die Hallen einige neue Highlights in die Stadt bringen.“

Während die Spitzen der Stadt gemeinsam zum Spaten griffen, starteten die Bauarbeiter schon wieder ihre Maschinen. 2018 wollen sie fertig sein.

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