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Baubeginn des Sportparks Rheinhöhe in Wiesbaden soll sich nicht verzögern

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Von: Madeleine Reckmann

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So soll das Schwimmbad einmal aussehen.
So soll das Schwimmbad einmal aussehen. © Visualisierung asp architekten

Die künftige Kooperation widerspricht der FDP, die die Planungen auf Einsparpotenziale durchforsten möchte.

Die Ankündigung, dass sich die Kosten für den geplanten Sportpark Rheinhöhe auf 124 Millionen Euro verdoppeln würden, macht die Stadtverordneten nachdenklich. Anders als die FDP hält die künftige Kooperation aus Grünen, SPD, Linke und Volt jedoch an den aktuellen Plänen fest. Die Kostensteigerung sei mit der aktuellen Entwicklung auf dem Bau- und Rohstoffmarkt zu erklären, sagt Michael David, sportpolitischer Sprecher der SPD-Rathausfraktion, „aber gerade deswegen darf es nun zu keiner weiteren Verzögerung beim Bau kommen.“ „Wir können uns eine weitere Kostensteigerung durch einen verzögerten Baubeginn auch aufgrund der nun wieder steigenden Zinsen schlichtweg nicht leisten, deshalb ist auch der Einbau einer Sicherheitsreserve von 14 Millionen Euro beim Finanzbedarf so wichtig“, ist die Meinung von Achim Sprengard, finanzpolitischer Sprecher der Volt-Fraktion.

Die FDP hatte angeregt, sich Zeit zu nehmen, um die Planungen auf Einsparpotentiale zu durchforsten. Auf eine Saunalandschaft könne etwa verzichtet werden, da es in Wiesbaden zahlreiche private Saunen gebe. Die grundsätzliche Notwendigkeit eines neuen Sportparks bezweifeln die Freidemokraten aber nicht. „Höchste Priorität hat für uns allerdings der Ersatz der Wasserflächen im maroden Eswe-Bad und die Bereitstellung einer Schwimm-Infrastruktur für Hobbyschwimmer, Sportvereine sowie den Schulsport“, teilt FDP-Fraktionschef Christian Diers mit.

Die vier Fraktionen im Wiesbadener Rathaus, die die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung haben, wollen die Weichen für einen zügigen Baubeginn nun stellen. Der Spatenstich solle möglichst noch in diesem Jahr erfolgen. Die Kosten einer weiteren Umplanung seien hingegen nicht überschaubar und würden lediglich zu einer Verzögerung und Verteuerung des Projektes führen. mre

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