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Baubeginn für Biebrichs BauHof

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Von: Christina Franzisket

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Voller Elan: Arno Goßmann (rechts) und Roland Stöcklin.
Voller Elan: Arno Goßmann (rechts) und Roland Stöcklin. © Martin Weis

Das Quartierzentrum „BauHof“ wird saniert und bekommt einen Neubau. Das Angebot soll langfristig bestehen bleiben.

Eingerahmt von Wohntürmen wird ein heruntergekommener Hof mit zwei Gebäuden und einer Scheune. Dort befindet sich seit 2001 das Biebricher Quartierzentrum „BauHof“.

Der BauHof ist zentraler Bestandteil des Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ des Bundes und der Länder. Ziel des Projekts ist es, die Lebensbedingungen in Stadtteilen „mit erhöhter Bedarfslage“, wie Biebrich, durch verschiedene Maßnahmen umfassend zu verbessern.

Im Dezember dieses Jahres endet nun die Förderung für Biebrich, doch da das vielfältige Angebot des Quartierzentrums sich bewährt hat, darf es bleiben. Laut Bürgermeister Arno Goßmann (SPD) wird es für dafür nun „wetterfest gemacht“. Noch im Rahmen des Projekts, sprich mit dessen finanzieller Förderung, kann es umgebaut, saniert und teilweise sogar neugebaut werden.

Die Bürger nutzen das Stadtteilbüro, das von sieben Mitarbeitern der Caritas geführt wird, gerne als Treffpunkt und Beratungsstelle. Neben Angeboten für Kinder, wie die Kochwerkstatt, Hausaufgabenbetreuung oder ein Kinderzirkus bietet BauHof einen Deutschkurs, Beratung zur Existenzsicherung, Integrationsprojekte, Elternbildung, ein Seniorencafé, eine Kunstwerkstatt und noch einiges mehr an.

Menschen zusammenbringen

„Zum Projekt Soziale Stadt gehört es nicht nur, die bauliche Qualität des Stadtteils zu verbessern, sondern auch die Menschen zusammen zu bringen“, sagt Ortsvorsteher Kuno Hahn. Hier im Quartierzentrum sei so ein Ort der Zusammenkunft, findet Hahn, der sich sehr über den Baubeginn für das neue Zentrum freut.

Im Zuge der Erneuerung werde ein bestehendes Gebäude abgerissen, ebenso die Scheune und ein weiteres Gebäude auf dem Gelände werde saniert, erklärt Roland Stöcklin von der Wiesbadener Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG). Die Baumaßnahmen machen es möglich, dass die gesamte Arbeit des BauHofs nun unter einem Dach stattfinden könne, sagt Architektin und Quartiersmanagerin Monika Engels. „Vorher mussten wir für einige Kurse und Angebote Räumlichkeiten außerhalb anmieten“, sagt sie. Außerdem werde der BauHof anschließend barrierefrei zugänglich sein und wegen des zusätzlichen Platzes seien weitere Angebote denkbar.

Das alte Areal sei in den vergangenen Jahren dafür gut gewesen, um sich auszuprobieren, erläutert Engels. „Wir haben eng mit den Menschen im Stadtteil zusammengearbeitet um zu sehen, was sie sich wünschen, was sie benötigen.“ So konnte das Team der Caritas ein wirklich passendes Angebote entwickeln, das auch angenommen wird. „Jetzt sind wir gefestigt und können das neue Gebäude den Ansprüchen entsprechend gestalten“, sagt die Quartiersmanagerin.

2,5 Millionen Euro

Nach Auskunft der SEG kostet der Grundstückserwerb und die baulichen Maßnahmen insgesamt 2,5 Millionen Euro. 2,1 Millionen davon kommen aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ und von der Stadt Wiesbaden. Rund 400 000 Euro trägt zudem die Caritas.

Durch das Projekt „Soziale Stadt“ habe Biebrich einen „raketenhaften Aufstieg“ erlebt, sagt Ortsvorsteher Hahn und freut sich, dass das Gelände des BauHofs, das er als Filetstück bezeichnet, künftig weiterhin ein Ort der Begegnung für die Menschen des Stadtteils bleiben wird: „Der Geist der Sozialen Stadt soll in Biebrich bleiben“, wünscht sich der Ortsvorsteher.

Das Programm „Soziale Stadt“ läuft in der Landeshauptstadt Wiesbaden neben Biebrich auch in den Stadtteilen Schelmengraben und Westend. Bürgermeister Goßmann verkündet, dass die Stadt sich nun auch mit dem Ortsteil Gräselberg für eine Förderung im Rahmen des Programms bewerbe:„ Wir haben gute Chancen“, sagt der Bürgermeister.

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