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"Wiesbaden engagiert"

Bankerinnen an der Kreissäge

Delta-Lloyd-Juristen schmeißen den Zementmischer an und Spielbank-Croupiers backen Kuchen - die Stadt erwartet wieder eine große Resonanz auf ihren Freiwilligentag. Von Sabine Müller

Von Sabine Müller

Naspa-Bankerinnen greifen zur Kreissäge und schneiden Holz für ein Piratenschiff für die Jugendfarm Biberbau in Biebrich. Delta-Lloyd-Juristen schmeißen den Zementmischer an, um die Fundamente für ein Klettergerüst an der Carlo-Mierendorff-Schule zu gießen. Und Spielcasino-Croupiers rühren zusammen mit Demenzkranken im Ludwig-Eibach-Altenheim Teig für einen Streuselkuchen.

Beim Freiwilligentag "Wiesbaden engagiert" helfen hoch qualifizierte Mitarbeiter, soziale Projekte umzusetzen. Im Vorjahr beteiligten sich 550 Mitarbeiter aus 75 Unternehmen. Sie halfen 50 Institutionen ihre Ideen zu realisieren - vom Kindergarten über Schulen und Altenheimen bis hin zur Wiesbadener Tafel und der Mädchenberatungsstelle Zora.

Die Rekordbeteiligung im Vorjahr macht Organisatorin Juliane Philipp-Lankes vom Sozialamt Mut, dass auch in diesem Jahr mindestens ebenso viele Unternehmen mitmachen - der weltweiten Wirtschaftskrise zum Trotz. "Die Bereitschaft sich sozial zu engagieren, ist groß", sagt sie. Ob sie recht hat, wird sich spätestens bei der großen Projektbörse am 18. März in der Christian-Bücher-Halle zeigen. An diesem Tag gilt es für die Hilfesuchenden, ein Partnerunternehmen für ihr Projekt zu finden.

"Es kommt vor allem auf die Idee an", sagt Philipp-Lankes. Wer sein Projekt gut durchdacht habe, ihm viel kreatives Potenzial gebe und das dann auf der Börse ansprechend darstelle, habe gute Chancen, einen Partner zu finden, dessen Engagement sich eventuell über die reine Manpower hinaus erstrecken könne. Da werde etwa auch schon mal ein Baum für den gewünschten Marterpfahl für das Indianerdorf gespendet oder ein dringend benötigtes Gerät für Abrissarbeiten herangeschafft.

Sicher wieder mit dabei sein werden 2010 mindestens 30 Banker und Bankerinnen der Naspa. Unternehmenssprecherin Sabine Feuerstein schätzt den Wiesbaden-engagiert-Tag als ein gutes Instrument für die Teambildung. "Man findet zusammen", sagt sie. Sich einmal außerhalb des Arbeitsalltages zu betätigen, Hand anzulegen und gemeinsam ein ganz ungewohntes Projekt zu meistern, sei für die Mitarbeiter zudem "sehr spannend".

Sozialdezernent Arno Goßmann (SPD) hat 2009 insbesondere die Vielfalt und Bandbreite der Projekte begeistert: "Da werden ganz unterschiedliche Zielgruppen angesprochen", sagt er. Und es profitierten alle davon: "Eine Win-Win-Situation."

Aber aufgepasst! Der Termin für den Aktionstag wurde wegen der Fußballweltmeisterschaft verschoben: Statt am 18. Juni ist der Freiwilligentag nun am 25. Juni. Da spielt Deutschland nicht.

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