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2007 kehrte der Ball des Sports nach Wiesbaden zurück und wird seither dort veranstaltet. Ob er 2022 gefeiert wird, ist noch offen.
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2007 kehrte der Ball des Sports nach Wiesbaden zurück und wird seither dort veranstaltet. Ob er 2022 gefeiert wird, ist noch offen.

Wiesbaden

„Ball des Sports“: Zweifel an seiner Strahlkraft für Wiesbaden

Derzeit wird über die Zukunft der Benefiz-Gala gesprochen. Ein Bündnis aus Grünen, SPD, Linke und Volt will den städtischen Zuschuss streichen.

Als das Viererbündnis aus Grünen, SPD, Linke und Volt kürzlich seinen Haushaltsantrag vorstellte, sorgte ein Punkt für Irritationen und Diskussionen: die Streichung des städtischen Zuschusses für den „Ball des Sports“. Seither gibt es Gespräche, aber noch keine Entscheidung. Die Stadtverordneten diskutieren den Haushaltsantrag am 16. Dezember.

Das derzeitige Konzept der Veranstaltung überzeuge nicht, begründet das Viererbündnis seine Entscheidung. Die CDU hingegen fragt per Mitteilung: „Wer kommt schon auf die Idee, eine Veranstaltung zu streichen, die nicht nur dem Sozialwerk des deutschen Sports, sondern auch Wiesbaden selbst, unserer Touristik, Hotellerie, Gastronomie und unserem Einzelhandel über viele Jahre hinweg so viel Unterstützung hat zukommen lassen und eine Strahlkraft weit über die Grenzen Wiesbadens hinaus entwickelt hat?“.

An eben jener Strahlkraft der Veranstaltung, die es seit 1970 gibt, zweifelt das Bündnis. „Wir halten die Effekte auf Marketing, Gastronomie und Hotellerie in der Stadt für zunehmend überbewertet“, sagt Hendrik Schmehl, Vorsitzender der SPD-Rathausfraktion. Es gebe Veranstaltungen wie den City-Biathlon, die zugänglich für alle seien und inzwischen mutmaßlich eine größere Wirkung entfalteten. Das ZDF übertrage dieses Wiesbadener Sportereignis beispielsweise live.

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe, die die Gala ausrichtet, schreibt auf ihrer Homepage, der „Ball des Sports“ sei eines der bedeutendsten gesellschaftlichen Ereignisse in Deutschland und zugleich Europas erfolgreichste Benefizveranstaltung im Sport. 2000 Gäste, hochrangige Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Sport, Politik und Gesellschaft, versammelten sich am ersten Februarwochenende. Der Erlös, rund 750 000 Euro, kommt nach Angaben der Stiftung Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten aus mehr als 50 Sportarten zugute.

Der „Ball des Sports“ sei weiterhin willkommen in Wiesbaden, sagt Schmehl. „Die Halle wird nicht verschlossen bleiben.“ Die Bedingungen sollen aber andere sein. Ohnehin laufe der Vertrag aus und müsse nicht gekündigt werden. Die Stadt bezuschusste den Ball bislang mit 387 000 Euro. Diesen Zuschuss möchte das Viererbündnis streichen. Neben dem städtischen Zuschuss fließen zusätzlich 200 000 Euro aus der Kasse der Spielbank.

Über die Frage, welche Bedeutung die Benefizveranstaltung für die Stadt Wiesbaden habe, und ob das mit ihr verbundene Renommee die Höhe der Zuschüsse rechtfertige, wird seit Jahren diskutiert und gestritten. Man könne zu unterschiedlichen Bewertungen kommen, räumt Schmehl ein. In den Gesprächen des Vierbündnisses habe es jedoch keinen Dissens gegeben.

Die ersten Bälle waren in der Jahrhunderthalle in Frankfurt gefeiert worden. Die Stadt hat nun auch wieder Interesse bekundet. Wiesbaden war 1977 zum ersten Mal Austragungsort. Später zog der Ball nach Mainz um, bevor er 1992 nach Wiesbaden zurückkehrte. Nach einigen Jahren in Frankfurt ist Wiesbaden seit 2007 Veranstaltungsort, zuletzt wurde im Rhein-Main-Congress-Center gefeiert.

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