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Die Aufwertung betrifft auch das Rheinufer in Mainz-Kastel.
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Die Aufwertung betrifft auch das Rheinufer in Mainz-Kastel.

Wiesbaden

Auf zu neuen Ufern in Wiesbaden

  • VonMirjam Ulrich
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Am Rhein und Main in der Landeshauptstadt soll es noch schöner werden. Dafür werden Bürger und Bürgerinnen an der Gestaltung beteiligt.

Sitzstufen am Wasser, Beachvolleyballfelder, insektenfreundliche Wiesen mit Wildblumen und mehr öffentliche Toiletten – das sind nur einige Vorschläge für die künftige Gestaltung des Wiesbadener Rhein- und Mainufers. Für das nächste Rhein-Main-Ufer-Konzept sammelt die Stadt derzeit öffentlich Ideen hinsichtlich Freizeit, Erholung, Natur- und Landschaftserleben sowie Gastronomie. Mitmachen können alle, die Bürgerbeteiligung läuft bereits.

Seit Mitte März sind mehr als 240 Vorschläge und gut 1130 Bewertungen abgegeben worden. „Wir sind sehr zufrieden mit der Qualität der Vorschläge, es dürfen aber gern noch mehr werden“, ermuntert Britta Müller vom Wiesbadener Stadtplanungsamt zur Teilnahme. Die Biologin leitet das zuständige Team Grün- und Freiflächenentwicklung und Geografische Informationssysteme.

Das bisherige Entwicklungskonzept für das Rheinufer stammt aus dem Jahr 2011. Auf dessen Grundlage verbesserte sich bereits die Aufenthaltsqualität am Wasser, etwa am Kransand in Kastel. Doch Wiesbaden wird weiterhin wachsen: Allein in den fünf Anrainerstadtteilen Schierstein, Biebrich, Amöneburg, Kastel und Kostheim sollen längerfristig etwa 3500 neue Wohnungen entstehen. Stadtplanerisch komme den beiden Flussufern als Freiräumen eine große Bedeutung zu, erläutert Britta Müller. „Freiräume machen letztlich die Qualität einer Stadt aus.“ Wiesbaden müsse qualitativ hochwertige Angebote machen, die ohne Auto gut erreichbar seien.

Mitmachen

Vorschläge für Erholung und Freizeitnutzung, aber auch Landschafts- und Naturerleben am Rhein sowie Main sind gefragt.

Eigene Ideen können noch bis Sonntag, 18. April, eingereicht werden. Entweder per Mail an stadtentwicklung@ wiesbaden.de oder online unter der Adresse dein.wiesbaden.de/rhein.main.ufer. miu

Darum wird nun das Rhein-Main-Ufer-Konzept fortgeschrieben und den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben, es mitzugestalten. Die von ihnen eingereichten Ideen verteilen sich auf die Gestade von Rhein und Main von Schierstein bis nach Kostheim. Dabei zeichnen sich einige „Hotspots“ wie das Biebricher und das Kasteler Ufer ab, berichtet Müller. So äußern viele dort den Wunsch nach autofreien Zonen. Sehr großes Interesse gibt es auch an durchgängigen Fuß- und Radwegen von Kostheim bis nach Schierstein.

„An Stellen, die bislang noch wenig in Erscheinung treten, zum Beispiel das künftige Linde-Quartier am Kostheimer Floßhafen, kommen bislang wenig Ideen“, hat Müller jedoch festgestellt. Auch zum Natur- und Landschaftserleben erhofft sich die Biologin noch mehr Vorschläge. Ein paar gibt es bereits, etwa ein botanischer Rundweg mit heimischen Pflanzen und Gehölzen auf dem Gelände des ehemaligen Tankdienstes Rein in Schierstein. Andere wünschen sich Informationen zur Binnenschifffahrt und Flussökologie sowie den Fischbeständen.

Britta Müller und ihr Team werten gemeinsam mit den Lichtenstein Landschaftsarchitekten die Ideen aus und analysieren die Potenziale. Anschließend prüfen die Fachämter, welche Ideen sich tatsächlich verwirklichen lassen. Außerdem werden die Ortsbeiräte eingebunden. Sie bekommen die Vorschläge vorgestellt; zudem können sie weitere machen, die ebenfalls in den Plan einfließen sollen.

Danach wird der Entwurf des Rhein-Main-Ufer-Konzepts erarbeitet. Für den Herbst ist eine zweite Bürgerbeteiligung und die der politischen Gremien geplant. Da die Stadt seit 2007 dem Regionalpark Rhein-Main angehört, muss sie sich außerdem mit der Dachgesellschaft Ballungsraum Rhein-Main abstimmen. „Am Ende wollen wir ein Konzept vorlegen, aus dem sich kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen ableiten lassen, so dass man auch sehr zeitnah das Ufer mit weiteren Attraktionen füllen kann“, sagt Britta Müller. Sie geht davon aus, dass das fertige Konzept 2022 beschlossen wird.

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