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Annäherung an die Airbase

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Von: Ute Fiedler

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Informationen über das US-Hauptquartier/ Es fehlen etwa 1500 Wohnungen

Angela Merkel wäre entzückt: Die Amerikaner bitten die Deutschen um Hilfe. Sie brauchen Häuser zum Wohnen und mehr englischsprachige Informationen über das, was in Wiesbaden zu erleben ist, sagte Kommandeur David Carstens während einer Infoveranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK). Doch die geladenen Unternehmer – fast 300 Zuhörer waren gekommen – schienen nicht ganz so zufrieden zu sein mit dem Abend der „ersten Annäherung“, wie ihn Joachim Nolde, Hauptgeschäftsführer der IHK Wiesbaden, betitelt hatte.

Bis 2015 soll das US-Hauptquartier in Wiesbaden komplettsein. Dann wird die derzeit etwa 16600 Mitglieder zählende Militärgemeinschaft auf über 20000 angewachsen sein. Man wolle sich öffnen, gut funktionierende Partnerschaften zu den Wiesbadenern aufbauen und deswegen Informationen geben, sagte DavidCarstens.

Die folgten auch in einem Zuge mit der Bitte, zu schauen, ob man nicht Wohnraum zur Verfügung stellen könnte. Der Kommandeur berichtete über die Wohngebiete Aukamm, Crestview, Hainerberg und Airbase, in denen viele Amerikaner leben. Derzeit entstehen weitere 326 Wohneinheiten im Süden der Airbase Erbenheim.

Und dennoch sei man auf Wohnungssuche, denn wenn alle Militärangehörigen einmal in Wiesbaden sind, fehlen rund 1500 Wohnungen. Kleine Mietshäuser, die maximal 45 Minuten von der Airbase entfernt sind und über eine Küche und ein bis zwei Bäder, ein bis zwei Parkplätze und einen Garten verfügen.

Was derzeit auf der Airbase passiert, erläuterte Roger Gerber, Abteilungsleiter für Umstrukturierungsmaßnahmen. Nicht nur neue Wohneinheiten entstünden, sondern auch Verwaltungsgebäude, eine neue Grundschule und Mittelschule und ein neuer Zugangskontrollpunkt. Mit dem Bau des neuen Einkaufszentrums werde man im Herbst beginnen. Einiges erfuhr man auch über die Amerikaner und ihre Gewohnheiten. Zum Beispiel, dass sie zügig essen und Leitungswasser mit Eiswürfeln trinken.

All diese Infos reichten den Zuhörern offenbar nicht. Ob auch daran gedacht werde, sich für die Wiesbadener zu öffnen, fragte einer. „Haben Sie Ideen? Wir sind offen dafür“, erwiderte Carstens. Angedacht seien unter anderem Messen und ein Freundschaftsfest. Ob sich der Fluglärm nach dem Umzug des Hauptquartiers verstärken werde, wollte ein weiterer Zuhörer wissen, der die Gelegenheit beim Schopfe packen und Infos aus erster Hand erhalten wollte. Diese Antwort blieb Carstens jedoch schuldig, denn der Flug-Experte war an diesem Abend zu Hause geblieben.

www.wiesbaden.army.mil

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