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Wiesbaden

In anderthalb Jahren könnte gerodet werden

  • Ute Fiedler
    VonUte Fiedler
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Um Platz für einen Winpark zu schaffen, kann auf dem Taunuskamm im Herbst 2016 mit der Rodung begonnen werden. Die Eswe Versorgung will die Windkraft-Unterlagen für das BimSch-Verfahren Ende März einreichen. Eine Bürgerbeteiligung ist geplant.

Läuft alles nach Plan, könnte im Herbst 2016 mit der Rodung auf dem Taunuskamm für die Aufstellung der Windkraftanlagen begonnen werden. Das erläuterte Jörg Höhler, technischer Vorstand der Eswe Versorgung und damit auch zuständig für die geplanten Windräder auf dem Taunuskamm, auf Anfrage.

Im Umweltausschuss am Dienstagabend hatte Höhler den derzeitigen Stand des Millionen-Projekts erörtert. Bis Ende März dieses Jahres will die Eswe Versorgung alle Unterlagen zusammengetragen haben, um beim Regierungspräsidium das Bundes-Immissionsschutzverfahren (BimSch-Verfahren) beantragen zu können. Bei diesem Verfahren wird jeder Windrad-Standort – zehn sind auf dem Taunuskamm geplant – vom Regierungspräsidium einzeln untersucht. Einfließen werden unter anderem auch die Bedenken der Deutschen Flugsicherung, die befürchtet, dass die unmittelbare Nähe der Anlagen zu Funkfeuern die Gefahr von Fehlnavigation berge (die FR berichtete).

Sind die Unterlagen eingereicht, dauere es mindestens sieben Monate, „wir gehen von acht bis neun aus“, bis das Ergebnis vorliegt, sagte Höhler. Im Fall einer Genehmigung könnten anschließend die vorverhandelten Verträge unterschrieben werden. „Und dann kann es losgehen.“

Diskussionen zu früh

Laut Höhler beläuft sich das Investitions-Volumen auf mehr als 50 Millionen Euro. „Eine Anlage kostet um die fünf Millionen Euro.“ Deutlich machten Höhler und Bürgermeister Arno Goßmann (SPD) am Dienstagabend, dass man beabsichtige, auch die Bürger an dem Projekt zu beteiligen. Doch für die Diskussion und die Festlegung auf eine Beteiligungsform, wie es die Grünen in einem Antrag gefordert hatten, sei es noch zu früh. Schließlich sei das Vorhaben noch nicht genehmigt, sagte Höhler.

Im Raum stehen drei Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung: ein Modell wie das Wiesbadener Bürgersolarprojekt „Mein Solar Wiesbaden“, das laut Höhler „ein Erfolgsmodell“ ist. Die Bürger beteiligten sich als sogenannte Kommanditisten, als Mitunternehmer. „Man könnte als zweite Variante eine Genossenschaft gründen, die sich an Eswe/Taunuswind beteiligt.

In beiden Fällen tragen die Beteiligten allerdings auch das Unternehmerrisiko“, weist Höhler auf die Risiken hin. Anders als bei der dritten Möglichkeit, wenn der Bürger als Darlehensgeber fungiere und über eine festgelegte Laufzeit jährlich Zinsen erhalte. „Das ist risikoarm.“ Doch das ist laut Höhler alles Zukunftsmusik. Zunächst einmal müssten das Verfahren bewilligt werden.

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