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Idee der Wiesbadener Kreativschmiede Stilbruch für ein Theater unter freiem Himmel.
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Idee der Wiesbadener Kreativschmiede Stilbruch für ein Theater unter freiem Himmel.

Wiesbaden

Amphitheater in Wiesbaden bald überdacht?

  • VonDiana Unkart
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Eine Schirmkonstruktion soll das Amphitheater auf dem Neroberg überdachen und der gebeutelten Kulturbranche eine neue Bühne bieten. Der Kulturbeirat befürwortet Idee.

Der Neroberg in Wiesbaden ist ein beliebtes Ausflugsziel – und vielleicht bald ein Ort, an dem Konzerte, Lesungen, Theater- oder Ballettaufführungen stattfinden werden. Michael Müller von der Wiesbadener Kreativschmiede Stilbruch ist ein Mann mit Ideen. Als Kulturschaffende aus der Stadt ihn baten, nach einem neuen Veranstaltungsort zu suchen, führte ihn seine Aufgabe schließlich auf den Neroberg. Dort gibt es neben Nerobergbahn, Kletterpark, Monopteros, Weinberg, Opelbad, russischem Friedhof und der russisch-orthodoxen Kirche der heiligen Elisabeth ein Amphitheater, auch Erlebnismulde genannt. Nun könnte das Theater unter freiem Himmel zu einem Dach kommen.

Möglich macht es das Unternehmen Magic Sky aus Baden-Württemberg, das spezielle Schirmkonstruktionen anbietet. Müller hat seine Idee, die Erlebnismulde zu überdachen und zu einem Veranstaltungsort für die gebeutelte Kulturbranche zu machen, dem Kulturbeirat und dem Ortsbeirat vorgestellt.

48 Meter Durchmesser hätte die größere der beiden möglichen Zeltvarianten, die das Amphitheater komplett überspannen würde. Veranstaltungen könnten dann unabhängig vom Wetter organisiert werden. Dass das Zelt an den Seiten geschlossen werden kann, habe einen schallschluckenden Effekt, erläuterte Müller. Ohne Abstandsvorgaben passten etwa 400 bis 500 Menschen hinein.

Für den Aufbau des Zeltes bedarf es mehrerer Pfosten. Die Stadt könne die Konstruktion leasen oder kaufen; die Kosten lägen je nach Größe zwischen 600 000 und 800 000 Euro. Die Kaufoption ermögliche auch einen Umzug des Zeltes an einen anderen Ort innerhalb Wiesbadens. Gleichwohl sei ein solches Vorhaben mit technischem und finanziellem Aufwand verbunden.

Drei Monate nach Auftragseingang könnte die Firma das Zelt aufbauen. „Wenn es jetzt schnell geht, kann es im Spätsommer stehen“, sagte Müller. Eine Förderung sei eventuell möglich. Logistisch und technisch sei das Vorhaben umsetzbar, das habe eine Ortsbegehung mit Firmenvertreter:innen ergeben.

Unterstützung bekommt Michael Müller vom Kulturbeirat. Der, sagte Vorsitzender Ernst Szebedits während der jüngsten Sitzung, stehe dem Vorhaben „grundsätzlich positiv“ gegenüber.

Müller sieht die Potenziale des Ortes auch mit Blick auf die Gastronomie und die Einbindung in die Kongressallianz. „Für die Stadt bietet sich so die Möglichkeit, Geld zu verdienen.“ Außerdem könne das Konzept Anlass für „ein Aufräumen auf Wiesbadens Hausberg sein“. Die Parksituation zum Beispiel müsse überdacht werden.

Gläserner Neubau

Und es gibt weitere Mängel auf dem Neroberg. Seine Neugestaltung war deshalb Inhalt einer Auftragsvergabe, für die im vorigen Jahr das Wiesbadener Büro Zaeske Architekten den Zuschlag erhalten hatte. Vorgesehen ist unter anderem ein gläserner Neubau mit Restaurant und Toiletten an dessen Rückseite. Das Amphitheater soll an den Turm, einziges Überbleibsel des Neroberg-Hotels, gerückt werden.

Dieser Entwurf könne als Ausgangspunkt für weitere Planungen angesehen werden, sagte Liegenschaftsreferent Alexander Reinfeldt. Wie der Neroberg letztendlich gestaltet werde, entscheide die Stadtpolitik unter Beteiligung der Bürgerschaft.

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