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Wiesbaden: Baustellenbegehung auf dem Gelände des früheren American Arms Hotel in der Innenstadt. Dort entstehen jetzt 110 geförderte Mietwohnungen, ein Supermarkt und Schwesternwohnungen für das St. Josefs-Hospital.
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Wiesbaden: Baustellenbegehung auf dem Gelände des früheren American Arms Hotel in der Innenstadt. Dort entstehen jetzt 110 geförderte Mietwohnungen, ein Supermarkt und Schwesternwohnungen für das St. Josefs-Hospital.

Wiesbaden

111 neue Sozialwohnungen

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Auf dem Gelände des früheren American Arms Hotel entsteht der Kaiserhof.

Früher amüsierten sich US-amerikanische Soldaten im American Arms Hotel, heute schuften Bauarbeiter auf dem Gelände, damit später dort Menschen wohnen können. Es ist die größte Baustelle der stadteigenen Stadtentwicklungsgesellschaft. „Auf der zwei Hektar großen Konversionsfläche entsteht ein außergewöhnliches Projekt mit hochwertiger Architektur im Herzen der Stadt“, schwärmt SEG-Geschäftsführer Roland Stöcklin.

Tegut als Nahversorger

Sozialwohnungen

Für die 111 geförderten Wohnungen ist ein Mietpreis von 6,80 Euro pro Quadratmeter vorgesehen. Die Wohnungen sind zwischen 43 und 45 Quadratmeter groß. Sie sind nur für Alleinstehende gedacht. 20 Wohnungen werden rollstuhlgerecht gebaut.

Das Land Hessen unterstützt den Bau der Sozialwohnungen im Kaiserhof mit einem Baudarlehen von 9,4 Millionen Euro und einem Finanzierungszuschuss von 3,8 Millionen Euro. Die Landeshauptstadt schießt ein Förderdarlehen von 4,4 Millionen Euro zu. (mre)

Einige Häuser des in Kaiserhof umbenannten Quartiers sind schon drei Stockwerke hoch, die Tiefgarage steht, auf der Gebäude in die Höhe wachsen. Sechs Punkthäuser mit reichlich Grünflächen dazwischen sind geplant. Im Sommer 2021 soll der Rohbau des neuen Viertels fertig sein, ab September 2022 können die Wohnungen vergeben werden.

111 geförderte Wohnungen für Alleinstehende sollen entstehen. 20 Wohnungen davon werden rollstuhlgerecht gebaut. Im Erdgeschoss soll der Lebensmittelmarkt Tegut auf einer 800 Quadratmeter großen Verkaufsfläche einziehen, der die Bewohner und Bewohnerinnen des neuen Quartiers und die der Nachbarstraßen versorgen soll. Die Bogenarchitektur der Supermarktfenster soll an die prachtvolle Gestaltung der Jahrhundertwendehäuser in der Victoria-straße anknüpfen, ebenso die Fassaden der Punkthäuser aus rotem Klinkerstein. Die Neubauten werden an das Fernwärmesystem angeschlossen.

Eine Mischkalkulation habe den Bau der Sozialwohnungen ermöglicht, berichtet Stöcklin. Der Erlös, der durch den Verkauf des hinteren Gründstücksteils an die private Gesellschaft Deutsche Invest Immobilien (dii) entstanden sei, werde für die Sozialwohnungen eingesetzt. Zusammen mit den Fördermitteln des Landes Hessen könne ein niedriger Mietzins erreicht werden. Die dii errichtet dort auf einer eigenen Baustelle aktuell Eigentumswohnungen. Der Verkauf des Geländes war seinerzeit umstritten. „Die Stadt hat als Marktakteur eingegriffen, um Sozialwohnungen zu verwirklichen“, erläutert Wohnungsdezernent Christoph Manjura (SPD). Anders hätte auch ein 2000 Quadratmeter großes Teilstück des Areals nicht zu solch moderatem Preis an das unweit gelegene St. Josefs-Hospital verkauft werden können, kommentiert Stöcklin. Die SEG baut dort 82 Wohnungen für das Pflegepersonal.

Wenn das Quartier fertig ist, soll ein Denkmal an die Geschichte des American Arms Hotel erinnern. Laut Stöcklin soll es die Luftbrücke der Westalliierten künstlerisch darstellen, die 1948/49 von Wiesbaden aus Berlin mit Lebensmitteln versorgte.

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