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Katja Hillemann    ist Elternbeirätin in Wiesbaden.
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Katja Hillemann ist Elternbeirätin in Wiesbaden.

Wiesbaden

WLAN an Schule reicht nicht aus

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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An der Hermann-Ehlers-Schule reicht die Bandbreite nur für eine Lehrkraft. Der Fernunterricht muss geteilt werden.

Die Hermann-Ehlers-Schule in Wiesbaden-Erbenheim hat sich entschieden, ihren Distanzunterricht nicht mit dem Schulportal Hessen, sondern mit dem Tool Microsoft Teams zu organisieren. Den Unterricht möglichst nach Stundenplan zu halten, wie das Kultusministerium dies wünsche, sei jedoch kaum möglich, berichtet Schulelternbeirätin Katja Hillemann. „Unsere Schule ist davon noch weit entfernt“, sagt sie. Aber sie wisse, dass andere Wiesbadener Schulen es schafften.

In der Hermann-Ehlers-Schule sei die Reichweite des WLAN nicht groß genug. „Es kommt vor, dass die Lehrer sich zum Distanzunterricht einschalten, und das Internet funktioniert nicht“, sagt sie. „Wenn sich nur eine Lehrkraft einschaltet, klappt das. Aber nicht, wenn das alle tun.“ Einige Lehrer und Lehrerinnen nutzten dann ihren privaten Hotspot, um mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu treten. Sie arbeiteten ohnehin mit ihren privaten Endgeräten. „Wir brauchen gescheite Router“, fordert Hillemann.

Der Unterricht wird daher oft zweigeteilt: Eine Klasse arbeitet mit den auf der Plattform abgelegten Lehrmaterialien, eine andere trifft sich zur Videokonferenz mit der Lehrkraft. Arbeitsmaterial werde auch per E-Mail versandt. Der Unterricht per Videokonferenz sei unbedingt vorzuziehen, weil die Lehrkraft die Anwesenheit der Schüler:innen kontrollieren und jede oder jeden ansprechen könne, sagt Hillemann. Außerdem lasse sich der Stoff auf diese Weise viel besser erklären, und die Kinder könnten nachfragen.

Demnächst verfügten endlich alle Schülerinnen und Schüler der integrierten Gesamtschule über einen Rechner. Die Ausgabe der 60 bis 70 iPads an einige Schülerinnen und Schüler dauere an. Die Tablet-PC’s, die die Stadt im November verteilte, sind für diejenigen gedacht, die keine eigenen Computer zu Hause haben. Die Software aufspielen, E-Mail-Adressen anlegen, Zugangsdaten schaffen, Nutzungsverträge mit den Eltern abschließen – all dies hätten Lehrer:innen in den vergangenen Wochen geleistet, damit alle am Unterricht teilnehmen können.

Die meisten Schülerinnen und Schüler kommen der Empfehlung des Landes nach und bleiben zu Hause. Zwölf Kinder aus den fünften und sechsten Klassen und ähnlich viele aus den siebten und achten Klassen kommen in den Präsenzunterricht. Die Abschlussklassen der Jahrgänge neun und zehn werden komplett in der Schule auf ihre Prüfungen vorbereitet. Da das Schulgebäude fast leer sei, könne dies in kleineren Gruppen geschehen.

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