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Wiesbaden: Skaten und Klettern am Rheinufer

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Von: Andrea Rost

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Ein Baukran aus den 1950er Jahren überragt das neue Freizeitgelände in Mainz-Kastel. Er ist ein Industriedenkmal.
Ein Baukran aus den 1950er Jahren überragt das neue Freizeitgelände in Mainz-Kastel. Er ist ein Industriedenkmal. © rolf oeser

Das Freizeitgelände Kransand in Mainz-Kastel ist eröffnet. Die Stadt Wiesbaden hat zwei Millionen Euro für die Umgestaltung des ehemaligen Kies-Menz-Geländes ausgegeben.

Dass Skaterbahn, Klettergerüst und die Geräte für Krafttraining bei der Eröffnung der neuen Freizeitanlage Am Kransand in Mainz-Kastel im Schnee versinken, war nicht geplant. Doch der Wettergott machte dem Planungsteam und Stadträtin Christiane Hinninger (Grüne) einen Strich durch die Rechnung. Der Wintereinbruch sorgte für eine weiße Landschaft auf dem ehemaligen Kies-Menz-Gelände. Skateboardfahren und Vorführungen an den Calisthenics-Stangen waren nicht möglich. Die Gäste konnten aber schon mal einen Eindruck gewinnen, was auf der 3000 Quadratmeter großen Fläche unterhalb der Theodor-Heuss-Brücke in der warmen Jahreszeit möglich sein wird.

Zwei Millionen Euro hat die Stadt Wiesbaden insgesamt ausgegeben, um das Areal am Rheinufer mit Blick auf Mainz umzugestalten. Unterschiedliche Sportangebote gebe es, sagte Christiane Hinninger – fürs Skaten ebenso wie für den Radsport. Dazu komme ein Calisthenics-Parkour, an dem man Krafttraining machen kann, eine Sandspiellandschaft für Kinder, Kletter- und Balanciergeräte. In Richtung Theodor-Heuss-Brücke sei Platz für temporäre Gastronomie und kleine Feste.

Überragt wird das neue Freizeitgelände von dem Kran aus den 1950er Jahren, der Industriedenkmal ist. Er gibt dem Areal unweit der Reduit auch seinen Namen. Die Mauer hin zur Rampenstraße zieren Graffiti. Vor allem für Jugendliche sei das Freizeitgelände gedacht, sagte Hinninger. Der Skatepark, der auch mit BMX-Rädern, Scootern und Inlinern genutzt werden könne, sei die größte Anlage dieser Art in Wiesbaden.

Bäume und Blumenwiese

Das Freizeitgelände Kransand ist ein Teilprojekt der Rheinuferentwicklung. Die Bauzeit betrug ein Jahr. Der Boden, der stellenweise kontaminiert war, musste einen Meter tief abgegraben und neu befestigt werden. Komplett saniert wurde auch die alte Trafostation der Mainz Netze. Wie sie in Zukunft genutzt wird, steht noch nicht fest.

16 Bäume seien neu gepflanzt worden, berichtete Stadträtin Hinninger. Bei der Auswahl habe man sich an der Liste der „Zukunftsbäume“ der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz orientiert. Weitere fünf Bäume sollen auf der Rasenfläche unterhalb des Freizeitgeländes gesetzt werden. Dazu kommen artenreiche Staudenmischungen und eine 250 Quadratmeter große Blumenwiese. Gepflegt wird die Anlage vom städtischen Grünflächenamt. Um den Spielplatz sollen sich Spielplatzscouts kümmern. Möglicherweise würden sie über ein Beschäftigungsprojekt rekrutiert, sagte Hinninger.

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