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Gegen Sven Gerich, amtierenden Oberbürgermeister von Wiesbaden, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorteilsannahme.

Wiesbaden

Korruptionsvorwürfe in Wiesbaden - Staatsanwaltschaft unangekündigt in Sven Gerichs Büro 

Gegen Sven Gerich wird wegen des Verdachts der Vorteilsannahme ermittelt. Nun waren Vertreter der Staatsanwaltschaft München unangekündigt im Büro des Wiesbadener Oberbürgermeisters.

Im Zuge der Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsannahme gegen den Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) sind Vertreter der Staatsanwaltschaft München im Büro des Stadtoberhaupts gewesen. 

Ein Sprecher der Stadt bestätigte am Donnerstag den nicht angekündigten Besuch. Der Oberbürgermeister habe aber mit den Ermittlern kooperiert. Hintergrund sind unter anderem umstrittene Urlaubsreisen sowie Einladungen eines Münchener Gastronomen. Zuvor hatte das „Wiesbadener Tagblatt“ darüber berichtet.

Zuletzt hatten die Wiesbadener Stadtverordneten Einsicht in die Terminkalender der für das Rhein-Main-Congresscenter Verantwortlichen gefordert. Neben Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) müssten der Ex-Betriebsleiter des Rhein-Main-Congresscenters Henning Wossidlo, Ex-Stadtrat Detlev Bendel (CDU) sowie Geschäftsführer der städtischen Gesellschaften ELW und Triwicon ihre Kalender seit 2015 öffnen. Ein Revisionsausschuss soll untersuchen, ob bei der Auftragsvergabe an Stadtverordnete alles rechtens war.

Nach Bekanntwerden der Ermittlungen gegen ihn hatte der SPD-Politiker Sven Gerich angekündigt, nicht wieder für den Posten des Oberbürgermeisters in Hessens Landeshauptstadt zu kandidieren. Die Wahl ist am 26. Mai. Für die Sozialdemokraten wird nun Gert-Uwe Mende ins Rennen gehen. (dpa)

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