+
Ali B.

Gericht

Gegen Ali B. beginnt in Wiesbaden Vergewaltigungsprozess

Parallel zum Mordprozess um den Tod der Schülerin Susanna wird Ali B. in einem weiteren Verfahren auf der Anklagebank sitzen. Er soll zusammen mit einem jüngeren Freund ein weiteres schweres Verbrechen verübt haben. Opfer soll eine Elfjährige gewesen sein.

Der mutmaßliche Mörder der Mainzer Schülerin Susanna muss sich vom kommenden Dienstag an wegen der Vergewaltigung einer Elfjährigen vor dem Landgericht Wiesbaden verantworten. Der 22-jährige Ali B. wird in diesem Verfahren gemeinsam mit einem Jugendlichen auf der Anklagebank sitzen, der laut Staatsanwaltschaft mindestens 14 Jahre ist. Es ist daher gut möglich, dass das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Zum Auftakt sind Besucher und Journalisten zunächst zugelassen worden.

Wegen des Mordes an der 14 Jahre alten Susanna hatte vergangenen Dienstag bereits ein Prozess gegen Ali B. begonnen. Der irakische Flüchtling hatte gestanden, das Mädchen im Mai 2018 in Wiesbaden im Streit umgebracht zu haben. Laut Staatsanwaltschaft hat der 22-Jährige sein Opfer vor der Tat vergewaltigt, was Ali B. bestreitet. Susanna habe dem Sex zugestimmt, sagte er vor Gericht.

In dem weiteren Verfahren, das am 19. März beginnt, geht es um die mehrfache Vergewaltigung eines elf Jahre alten Mädchens in Wiesbaden. Laut Staatsanwaltschaft hat Ali B. das Kind am 27. April 2018 in sein Zimmer in der Asylunterkunft gelockt und dort zum Sex gezwungen. Etwa einen Monat später sollen der 22-Jährige und der Mitangeklagte das Mädchen nacheinander in der Nähe eines Supermarkt-Parkplatzes vergewaltigt haben.

Dem mindestens 14 Jahre alten Afghanen wirft die Staatsanwaltschaft außerdem vor, die Elfjährige ein weiteres Mal im April oder Mai 2018 in einem Wald sexuell missbraucht zu haben. Bei diesem Übergriff sei auch ein Bruder von Ali B. dabei gewesen, der jedoch noch strafunmündig ist. Er soll das Mädchen ebenfalls vergewaltigt haben. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare