Hessen

Wiesbaden: Ex-EBS-Präsident Jahns „schockiert“ - weil Prozess gegen ihn weitergeht

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Staatsanwaltschaft Wiesbaden lehnt die Einstellung des Verfahrens gegen den früheren Hochschulpräsidenten Christopher Jahns ab. Das Gericht hatte dazu einen Vorschlag unterbreitet

Der Prozess gegen den früheren Präsidenten der Hochschule EBS in Oestrich-Winkel, Christopher Jahns, wird nicht gegen eine Geldauflage eingestellt. Die Wiesbadener Staatsanwaltschaft lehnte diesen Vorschlag des Landgerichts ab, wie ein Sprecher des Gerichts auf Anfrage bestätigte.

Die Anklage wirft Jahns vor, ohne angemessene Gegenleistung 180 000 Euro von der EBS an eine Firma geleitet zu haben, an der er beteiligt war. Jahns bestreitet eine Schuld. Das Verfahren war 2014 wegen einer depressiven Erkrankung Jahns’ eingestellt worden und soll ab 19. März neu aufgerollt werden.

Jahns wäre nach Angaben seines Sprechers Dirk Metz und seines Anwalts Alfred Dierlamm bereit gewesen, die geforderten 50 000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen, um das Verfahren ohne Feststellung einer Schuld abschließen zu können. Dierlamm warf der Staatsanwaltschaft eine „strafprozessuale Geisterfahrt“ vor. „In der Sache selbst gibt es keinen Geschädigten mehr, auch die EBS bestreitet, durch Jahns geschädigt worden zu sein. Offenbar geht es nur darum, Christopher Jahns zu kriminalisieren.“ Metz fügte hinzu, man sei „schockiert“ gewesen, dass die Staatsanwaltschaft nicht eingewilligt habe. Das habe Jahns „gesundheitlich schwer angegriffen“. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, sie gehe „weiterhin von einem hinreichenden Tatverdacht“ und halte eine neue Verhandlung für „erforderlich“.

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