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 Hessen, Wiesbaden: Autos fahren die Schiersteiner-Straße entlang.
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Hessen, Wiesbaden: Autos fahren die Schiersteiner-Straße entlang.

Wiesbaden

Wiesbaden bleibt die staureichste Stadt

  • VonDiana Unkart
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Das Stauniveau ist im Jahr der Corona-Pandemie gesunken. Dennoch verbringen Pendlerinnen und Pendler viel Zeit im Auto.

Wiesbaden ist nach wie vor die staureichste Stadt in Hessen. Das geht aus einer Verkehrsanalyse des Navigationsgeräteherstellers Tomtom hervor. Ausgewertet wurden Daten aus Mobiltelefonen und fest verbauten Navigationssystemen für weltweit 416 Städten in 57 Ländern auf sechs Kontinenten. Trotz der Autoschlangen, die sich nach wie vor durch Wiesbaden schieben, sei die Stickstoffdioxidbelastung in der Stadt gesunken – nicht nur coronabedingt, sagen Experten.

Deutschlandweit liegt Berlin bei den Stauzeiten inzwischen auf Platz eins, gefolgt von Hamburg und Wiesbaden. Ein Jahr zuvor belegte Hamburg noch den unrühmlichen Spitzenplatz unter den 26 deutschen Städten, die von dem Unternehmen regelmäßig analysiert werden. Frankfurt liegt auf Platz 13. Im Jahr der Corona-Krise ist das Stauniveau, das angibt, wie viel länger eine Fahrt dauert, aber in allen deutschen Städten zurückgegangen: in Wiesbaden um sechs Prozent, in Frankfurt um sieben Prozent. In Wiesbaden liegt es im Jahresschnitt bei 26 Prozent. Das heißt, Pendler:innen benötigen für eine Fahrt, die ohne Verkehrsbehinderungen 30 Minuten dauert, knapp acht Minuten länger. 2019 waren es noch knapp zehn Minuten.

Statistisch summierten sich die täglichen Stauminuten in der hessischen Landeshauptstadt auf 96 Stunden oder vier Tage pro Jahr. Das sind ein Tag und acht Stunden weniger als 2019. Häufig kommt es am Morgen zwischen 7 und 8 Uhr und am späteren Nachmittag zwischen etwa 15.30 Uhr und 17.30 Uhr zu Staus, dann, wenn Einwohner:innen und Pendler:innen unterwegs zu ihren Arbeitsplätzen beziehungsweise von dort nach Hause sind. Besonders in den Abendstunden müssen Pendlerinnen und Pendler geduldig sein, denn dann dauert eine Fahrt von sonst 30 Minuten knapp 44 Minuten. Schaut man sich die Daten an, ist es ratsam, donnerstags zwischen 16 und 17 Uhr besser nicht mit dem Auto in der Stadt unterwegs zu sein. Der Tag im Jahr 2020 mit dem meisten Verkehr war der 21. Januar, ein Dienstag. 2019 war es der 22. Januar, ebenfalls ein Dienstag.

Stauarmer April

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen sich auch aus den Verkehrsdaten lesen. In keinem Monat des vergangenen Jahres gab es so wenige Staus wie im April 2020, als das öffentliche Leben fast vollständig zum Erliegen gekommen war und viele Menschen von zu Hause aus arbeiteten. In dieser Zeit registrierten die Experten des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) auch einen Rückgang der Luftverschmutzung. Wiesbaden will und muss wegen eines drohenden Dieselfahrverbots vor allem die Stickstoffdioxidbelastung senken. Noch seien die Zahlen nicht abschließend geprüft, sagt Professor Stefan Jacobi, der im HLNUG mit Fragen der Luftreinhaltung befasst ist. Aber im Jahresmittel sei ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, dessen Ursache nicht allein das coronabedingt geringere Verkehrsaufkommen sei. Derzeit wird untersucht, welche weiteren Faktoren zu diesem Ergebnis geführt haben. Zum Beispiel könnten die Wetterverhältnisse für einen besseren Luftaustausch gesorgt haben.

Die Stadt Wiesbaden hat eine Reihe von Vorhaben angestoßen, um die Luftverschmutzung zu reduzieren. Ein bislang bundesweit einmaliges Projekt ist die digitale intelligente Verkehrssteuerung, die, wenn sie komplett in Betrieb ist, dafür sorgen soll, dass der Verkehr flüssiger fließt.

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