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Wieder mehr Gäste im Hessenpark

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Im vergangenen Jahr kamen 230 000 Besucherinnen und Besucher

neu-anspach - Nach schweren Einbrüchen bei den Besucherzahlen drehte sich im vergangenen Jahr der Wind auch im Hessenpark wieder, wie ein Rückblick beim Freilichtmuseum zeigt. „Back to normal“: So lässt sich 2022 in drei Worten zusammenfassen. Nach den gravierenden Einschränkungen 2020 und 2021 lief der Museumsbetrieb 2022 wieder fast normal. Zwar zeigten sich die Gäste bei Großveranstaltungen noch zurückhaltend, insgesamt entwickelten sich die Zahlen wieder steil nach oben.

2022 fanden 230 028 Gäste ihren Weg ins Freilichtmuseum Hessenpark. Im Vergleich zu 2021 mit 118 499 Besuchern entspricht das einem Zuwachs von 94 Prozent. Auch die Zahl der reinen Marktplatz-Gäste ist wieder angestiegen. 2021 kamen 22 844 Personen ausschließlich auf den Marktplatz, 2022 waren es 31 932. „Damit können wir fast an unsere Vor-Corona-Zahlen anknüpfen“, zeigt sich Museumschef Jens Scheller zufrieden (2019 waren es 238 450 Gäste).

„Unsere Strategie, das Außengelände mit neuen Vermittlungsangeboten wie dem Lehrpfad zum Roten Höhenvieh, weiteren Spielgeräten und dem Ausbau des Walderlebnispfads noch attraktiver zu machen, ist aufgegangen. Weil bei uns viel im Freien passiert und die Gäste sich auf dem Museumsgelände gut verteilen, haben wir die Pandemie-bedingten Einbußen schnell wettmachen können“, so Scheller.

Den Einstieg ins Museumsjahr 2022 hatte er mit seiner großen Führung zum Saisonstart selbst übernommen. Kurz darauf folgte die Eröffnung der Sonderausstellung „Hessens Dachboden. Sammeln? Oder kann das weg?“, die in der Stallscheune aus Asterode die Sammlung des Freilichtmuseums ins Zentrum rückte. In Kooperation mit dem Deutschen Architekturmuseum zeigte der Hessenpark mit „Schön hier“ eine Ausstellung zur Architektur auf dem Land, die auf großes Interesse stieß. Präsentationsort ist noch bis zum 2. April die eigens sanierte Scheune in der Baugruppe Nordhessen, die künftig für andere Projekte oder Gruppenaktivitäten genutzt werden kann.

Auch hinter den Kulissen ist im vergangenen Jahr viel passiert. Der Magazinanbau wurde bezogen, unter anderem wird dort nun die 10 500 Objekte umfassende alltagskulturelle Sammlung des Hessischen Landesmuseums untergebracht. Dieses Großprojekt war nur dank der engen Kooperation beider Häuser möglich.

Jens Scheller ist mit der Entwicklung des Hessenparks sehr zufrieden: „Die Besucher sind uns über die Krisenjahre treu geblieben, unser Förderkreis ist gewachsen und unterstützt uns an zentralen Stellen, mehr können wir uns kaum wünschen.“

Noch bis Ende Februar hat der Hessenpark samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet und bietet ein kleines, aber feines Winterprogramm. Am 1. März beginnt dann die neue Saison. red

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