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Klaus-Joachim Rink bei der Vorstellung des Buches über den Widerstand gegen die Nazis in Rödermark.
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Klaus-Joachim Rink bei der Vorstellung des Buches über den Widerstand gegen die Nazis in Rödermark.

Rödermark

Widerstand gegen die Nazis in Rödermark auf 500 Seiten

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Ein Buch stellt 100 mutige Menschen vor, die sich in Rödermark dem NS-Regime widersetzt haben. Klaus-Joachim Rink hat es auf den Weg gebracht.

Am Mittwoch, 27. Januar, ist Holocaust-Gedenktag. Passend zu diesem Datum hat Klaus-Joachim Rink, Mitglied im Heimat- und Geschichtsverein Rödermark, ein Buch vorgestellt, das den Widerstand gegen die Terrorherrschaft der Nazis in den Jahren 1933 bis 1945 in der Stadt darstellt. Das mehr als 500 Seiten starke Werk zeigt auf, wie sich rund 100 mutige Menschen dem NS-Regime widersetzten.

„Verfolgung und Repression während der NS-Gewaltherrschaft in Ober-Roden und Urberach“ lautet der Titel der Publikation, für die Rink ehrenamtlich viele Dokumente zusammengetragen hat. Seine Arbeit an dem Buch begann schon im Jahr 2014. Der Enkel des von den Nazis verfolgten SPD-Landtagsabgeordneten Aloys Georg Rink ist nicht alleiniger Verfasser, sondern veröffentlicht darin auch Beiträge von anderen Autor:innen. Rink bezeichnet das Werk als „Gedenkbuch, das wichtig ist für die Gedenkkultur“. Es ergänzt die grundlegende Dokumentation „Ober-Roden und Urberach im Dritten Reich“, die Egon Schallmayer und Jörg Leuschner im Jahr 1998 veröffentlicht hatten. Personen des Widerstands waren darin zwar erwähnt, erhielten aber kein eigenes Kapitel.

Rink vertieft nun in seinem Werk die Schicksale von 80 dieser vormals schon erwähnten Widerstandskämpfer:innen mit Bild und Kurzbeschreibung. Über neu aufgetauchte Prozessakten hat er 15 weitere mutige Rödermarker:innen recherchiert. „Die Archive öffnen sich mehr und mehr, zu mancher Person gab es 100 Seiten“, sagte er bei der Buchvorstellung. Auch das Schicksal von fünf Bürger:innen, die durch Hitlers Euthanasie-Ermächtigung in Hadamar ermordet wurden, ist dargestellt. Die Leiterin der Gedenkstätte KZ Osthofen (bei Worms) hat ebenfalls ein Kapitel beigefügt. Dort wurden einige Rödermarker Sozialdemokrat:innen und Kommunist:innen interniert. Auch das Arbeitslager Rollwald, das auf Rodgauer Boden eingerichtet war, wird auszugsweise vorgestellt.

Das Buch wird ab 21. Juni bei der Stadtverwaltung und im örtlichen Buchhandel zu haben sein und kostet 19,90 Euro.

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