Interview

„Das Wichtigste ist, überhaupt mal durch ein Fernrohr zu schauen“

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Peter Bel vom Physikalischen Verein über die Faszination von Himmelskörpern für Kinder

Im Sommer, wenn sich alle über möglichst wolkenfreie Sonnenstunden freuen, will die Sternwarte des Physikalischen Vereins Frankfurt die Gunst der Stunde nutzen, um vor allem bei jungen Menschen das Interesse an Himmelskörpern wecken. Darum schlägt er auch in diesem Jahr wieder mit Teleskop im Schlepptau im Palmengarten auf. Wie dabei das Interesse von Kindern an Sonne, Mond und Sterne geweckt werden kann, weiß Peter Bel (siehe Foto rechts) sehr genau. Der 66-Jährige ist seit fast 20 Jahren Mitglied bei der Sternwarte. Von Sternen war der Architekt schon in der Schule fasziniert und hat sie seither hobbymäßig weiter verfolgt.

Herr Bel, ab welchem Alter beginnen Kinder sich für Sternenkunde zu interessieren und Astronomie zu begreifen?
Ab acht bis neun Jahren können sie langsam nachvollziehen, was am Himmel zu beobachten ist.

Wie versuchen Sie das Interesse an den Vorgängen am Himmel zu wecken?
Das Wichtigste ist überhaupt einmal, durch ein Fernrohr zu schauen, um die Neugierde anzureizen. Dann informieren sich die Leute häufig alleine weiter, zum Beispiel über unsere Youtube-Videos. Auch Vorträge des Physikalischen Vereins vertiefen viele astronomische Themen.

Seit wann gastiert der Physikalische Verein mit seiner Sonnenbeobachtung im Palmengarten?
Wir sind seit fünf Jahren immer an den Sonntagen der Sommerferien von 11 bis 17 Uhr vor Ort, da der Palmengarten ein Treffpunkt für Familien ist und am Oktogon-Brunnen eine fest installierte Sonnenuhr steht. Mit Hilfe dieser Uhr führen wir die jungen Besucher als Erstes an das Thema heran. Die Uhrzeit kann durch den Schatten einer Sonnenuhr abgelesen werden.

Wie viele Mitglieder hat Ihr Verein?
Auf der letzten Mitgliederversammlung in diesem Jahr waren es 1865. Darunter sind einige weltweit bekannte Wissenschaftler. Viele unserer Mitglieder kommen aus Frankfurt und der näheren Umgebung.

Interview: Clemens Dörrenberg

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