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Predigt-Workshop

Zwei Frauen erzählen von Gott

Die Gymnasiastinnen Sinja Berger und Hannah Neumeier predigen gerne.

Von Monica Bielesch

Sie sind zwei ganz normale 18-jährige junge Frauen: unterhalten sich über romantische DVD-Filme, die sie zu Weihnachten bekommen haben oder darüber, dass sie sich noch zu einem Zumba-Tanzkurs anmelden wollen. Dass Sinja Berger und Hannah Neumeier auch Predigten über Themen aus der Bibel schreiben, erscheint zuerst verwunderlich.

Vom „Zentrum für evangelische Predigtkultur“ in Lutherstadt Wittenberg wurden die zwei Gymnasiastinnen kürzlich sogar im Rahmen eines Wettbewerbs für einen exklusiven Predigt-Workshop ausgewählt. Für vier Tage fuhren die zwei Freundinnen, die sich seit vielen Jahren in der Jugendarbeit der Christuskirchengemeinde ehrenamtlich engagieren, nach Wittenberg. An dem Wettbewerb hatten Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahre aus ganz Deutschland teilgenommen und schriftlich ihre Beiträge eingereicht. Nur insgesamt zehn Jugendliche wurden zu dem Workshop eingeladen. Sinja hatte ihre Predigt über den Text „Lasst euch nicht vom Bösen überwinden, sondern überwindet das Böse mit dem Guten“ aus dem Römerbrief 12,21 geschrieben. Hannah hatte sich Gedanken über Kain und Abel gemacht und einen Text über „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ verfasst.

In der Jugendmitarbeitergruppe der Gemeinde erfuhren sie von dem Wettbewerb. „Wir hatten Lust mitzumachen und haben zusammen Ideen gesammelt“, erzählt Sinja. Und Hannah ergänzt: „Eine gute Predigt ist für mich, wenn etwas Persönliches darin erzählt wird und man damit viele Menschen anspricht.“

Sinja ist seit ihrer Konfirmandenzeit in der Gemeinde aktiv. Hannah ist die Tochter von Pfarrer Klaus Neumeier und sagt: „Anders als bei Sinja sind Glaube und Gemeinde bei mir seit ich denken kann Teil meines Lebens.“ Und dass die beiden ihre Begeisterung für ihren Glauben in einer Predigt weitergeben können, verwundert nach einem Gespräch mit ihnen nicht mehr, so überzeugt sprechen sie von ihrem Glauben an Gott.

Beide haben beim Evangelischen Jugendwerk eine Ausbildung zur Jugendleiterin gemacht. Sinja leitet seit Jahren eine Kindergruppe in der Gemeinde. Beim Kinderschutzbund hilft sie ehrenamtlich bei der Hausaufgaben-Betreuung mit. Hannah hilft bei den Freizeiten und den Konfirmationsveranstaltungen in der Gemeinde mit. Als Küsterin verdient sie sich etwas Taschengeld.

In der Christuskirchengemeinde haben die beiden jungen Frauen schon selbst an Andachten mitgewirkt. „Bei einer guten Predigt sollte man einen Mittelweg zwischen Persönlichem und einem Bibeltext finden“, meint Sinja. Ihre prämierten Predigten haben sie in der eigenen Gemeinde noch nicht präsentiert, erzählen sie. Beide besuchen die 12. Klasse des Georg-Büchner-Gymnasiums. Englisch ist für beide nicht nur ein Lieblingsfach, sie haben auch ein Faible für England.

Sinja möchte daher nach ihrem Abitur für einen Sommer als Au-Pair nach England. „Am liebsten möchte ich nach Liverpool. Und danach dann studieren.“ Welches Studienfach es sein soll, wissen beide noch nicht. Nur, dass sie fürs Studieren gerne in ihrer Heimatstadt bleiben würden. „Das schönste an unserer Gemeinde ist die Gemeinschaft und das wir so viele junge Leute in der Gemeinde haben“, sagt Sinja.

Für die Freundinnen war der Workshop in Wittenberg ein Erlebnis. Sie haben an ihrer Predigt gefeilt, hatten sogar Stimmtraining. „ Auch an der Performance haben wir gearbeitet“, erzählt Hannah. Beruflich wollen beide später nicht auf der Kanzel stehen. Ob sie nun später Betriebswirtschaft, Germanistik oder Politikwissenschaft studieren, das lassen sie offen. Ehrenamtlich wollen sie sich weiterhin in der Arbeit mit Kindern engagieren. Sinja: „Das macht mir einfach Freude und ich mache es mit ganzem Herzen.“

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