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Bad Nauheim

Zukunft der Therme ungewiss

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Bad könnte länger offen bleiben als geplant / Noch kein Investor.

Auch nach der letzten Sitzung der Stadtverordneten vor der Sommerpause bleibt unklar, wie es mit der Therme am Park weitergehen wird. Weder konnte Bürgermeister Armin Häuser (CDU) einen Investor für den geplanten Neubau präsentieren, noch scheint der von der zuständigen Ersten Stadträtin Brigitta Nell-Düvel (Grüne) im Februar verkündete Schließungstermin zum 31. Dezember 2014 länger sicher zu sein. Dies geht aus einem Brief Nell-Düvels an die Kommunalaufsicht hervor. Möglicherweise könnte das Bad auch einige Wochen länger geöffnet bleiben.

Am 29. Juli will Häuser nun den Lenkungsausschuss, in dem jede Fraktion mit einem Mitglied vertreten ist, über den Stand der Investorensuche informieren. Aus rechtlichen Gründen dürften die Mitglieder aber Details „nicht in die Fraktionen tragen“, so der Rathauschef. Die werden sich in den Ausschüssen erst nach der Sommerpause im September wieder mit der Zukunft der Therme befassen. In die Ausschüsse verwiesen die Stadtverordneten dementsprechend einen Antrag der FDP-Fraktion, wonach ein Schließungstermin erst dann festgelegt werden solle, wenn mit einem Investor eine endgültige Planung zum weiteren Betrieb der Therme beschlossen worden sei.

Zu dem Antrag sagte der Stadtverordnete Markus Theis (Freie Wähler/UWG): „Wir müssen den Beschluss nicht fassen, nicht zu schließen, weil wir gar keinen Beschluss haben, zu schließen.“ Theis spielt damit auf die Sichtweise der Ersten Stadträtin an, wonach die Schließung durch die Entscheidung der Stadt gedeckt sei, ab 2015 kein Geld mehr für den Betrieb der Therme in den Haushalt einzustellen. Diese Entscheidung sei von den Stadtverordneten mit der Verabschiedung des Haushalts Ende 2013 gebilligt worden.

Nach Meinung der Freien Wähler soll das Thermalbad geöffnet bleiben, „bis klar ist, welche Alternativen es gibt, wann diese zum Tragen kommen könnten und wofür sich die Stadtverordneten letztlich entschieden haben“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Das Parlament bestimme das Datum, nicht die Stadträtin.

„Kein Verwirrspiel“

Nell-Düvel hatte in den vergangenen Wochen stets betont, sie habe frühzeitig einen festen Termin nennen wollen, damit sich die Gäste und Beschäftigten darauf vorbereiten könnten. „Es wäre fahrlässig, keine Schließung vorzubereiten“, so die Dezernentin. Ein Parlamentsbeschluss sei erst möglich, wenn die Einigung mit einem Investor zustande gekommen sei. Es werde „intensiv verhandelt“.

Benjamin Pizarro (FDP) sagte, im schlimmsten Falle drohe „ein leeres Gebäude mit vielen Kosten“. Er forderte „klare Ergebnisse anstatt Verwirrspiel“. Johannes Krautwurst (SPD) wollte ferner einen Widerspruch zwischen den Aussagen Häusers und Nell-Düvels zum Schließungsdatum ausgemacht haben.

Während die Erste Stadträtin das Schließungsdatum relativiert habe, halte der Bürgermeister am 31. Dezember fest. „Was passiert, wenn die Verhandlungen mit dem Investor stocken?“, fragte schließlich Jürgen Burdak vom Bürgerbündnis 3B für den Fall, dass das Parlament nach der Sommerpause eine Schließung zum Jahresende beschließe.

Hier sei eine „Exit-Klausel“ nötig. Könne womöglich auch eine Restaurierung der bestehenden Therme in Frage, wie sie der Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Jürgen Patscha, noch im vergangenen November ins Spiel gebracht habe? Dies, so Bürgermeister Häuser, sei der „zweite Weg“.

Der bisherige Betreiber der Therme, die Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen (GMF), verweist auf den laufenden Vertrag mit dem Kurbetrieb. „Wir müssen davon ausgehen, dass es weitergeht“, sagte Geschäftsführer Rainer Pethran am Donnerstag auf Anfrage der FR. Vom Schließungsdatum wisse man nicht durch die Stadt, sondern nur durch „Hörensagen“.

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