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Im naturnahen Garten bietet Holz Tieren Unterschlupf.
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Im naturnahen Garten bietet Holz Tieren Unterschlupf.

Schöner Garten

Zuhause für Hummeln und Co.

Ein Paradies für Tiere und Pflanzen: Angelina und Heiko Hoffmann aus Bad Vilbel haben den Wettbewerb „Naturnaher Garten“ des BUND gewonnen.

Von Monica Bielesch

Dieser Tage zeigt sich der Garten von Angelines Hoffmann tief verschneit. Sträucher, Büsche und Gehölze sind dick eingepackt in ein weißes Kleid. Ein Zaun aus Kastanienholz umgibt das 400 Quadratmeter große, verwinkelte Grundstück im Gronauer Neubaugebiet.

„Kastanienholz ist besonders“, erzählt die 41-Jährige, „es lockt die Wespen an, und die knabbern daran“. Ein kleines Stück ausgehöhlte Birke machte sie zu einem Vogelhäuschen. „Aber im Sommer haben darin die Hummeln gewohnt“, berichtet die gebürtige Spanierin, die schon zwei Jahrzehnte in Deutschland lebt. Von heute auf morgen seien die Hummeln jedoch wieder ausgezogen. „Das machen Hummeln oft.“ Da stand die Unterkunft wieder Vögeln wie etwa Meisen offen.

Artenvielfalt überzeugt Jury

Angelines Hoffmann und ihr Mann Heiko haben mit ihrem Garten den diesjährigen Wettbewerb „Naturnaher Garten“ gewonnen. „Naturschutz beginnt im Garten: Ökologischer Nutzgarten – Naturnaher Ziergarten“ lautete auch in diesem Jahr das Motto für den Wettbewerb. Bereits zum sechsten Mal schrieb der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Bad Vilbel gemeinsam mit der Stadt diesen Preis aus und wieder zeigte sich, wie vielfältig ökologisches Handeln sein kann. Wurde im vergangenen Jahr ein Garten in der Innenstadt ausgezeichnet, so zeigen die Hoffmanns mit ihrem Garten, dass auch in einem Neubaugebiet ökologisches Handeln möglich ist.

Peter Paul vom BUND sagt: „Dieser Garten ist ein schönes Beispiel wie ein naturnaher Garten sein kann, ohne dass er verwildert.“ Besonders die Artenvielfalt bei den Hoffmanns fiel den Juroren positiv auf. Über das Jahr verteilt finden hier die verschiedensten Lebewesen Unterschlupf und Domizil, so Monika Mischke vom BUND.

„Der ganze Lebensraum Garten ist wichtig und ist eine Einheit. Alle Tiere müssen etwas finden“, beschreibt Hoffmann ihre Arbeitsweise. Wenn sie Schnecken findet, sorgt sie dafür, dass deren natürliche Feinde wie Igel oder Mäuse sich auch in ihrem Garten ansiedeln. Das Insektenhotel gibt den Krabbeltieren Schutz.

Die gelernte Bürokauffrau stülpt aber auch Blumentöpfe über Äste und stopft Reisig darunter. „Das ist ebenso ein wichtiger Unterschlupf für Insekten.“ Wege und Terrasse sind mit Natursteinen gepflastert. „Damit der Boden nicht so versiegelt wird.“ In ihrem großen Holzhaus hat Angelines Hoffmann ein kleines Atelier. Ihre Kunstwerke aus Ton schmücken den Garten.

Sie freut sich, wenn Rehe und Füchse an ihren Zaun kommen und daran knabbern. Oder wenn Eidechsen sich auf den Steinen sonnen und Frösche und Libellen am kleinen Teich leben. Aufgewachsen in Madrid war sie nach eigenen Worten schon immer der Natur verbunden. „Ich fühle mich wohl, und es ist schön, im Einklang mit der Natur zu leben.“

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